Abenteuerspielplatz Küche

Nicht nur bei Regen betrachten Kinder die Wohnung nicht selten als Abenteuer- und Spielplatz. Leider ist das Spielen in den eigenen vier Wänden nicht immer ungefährlich. Besonders in der Küche lauern viele Gefahren. Worauf Eltern achten sollten.


20.8.2012 (verpd) Insbesondere in der Küche gibt es für kleine Kinder oft viel zu entdecken. Daher sollten gerade Eltern von Kindern unter zehn Jahren einige Vorkehrungen treffen und Grundregeln beachten, um mögliche Gesundheitsschäden ihrer Kinder abzuwenden. Für Kinder geht in der Küche vom Herd die größte Gefahr aus. Daher sollte dieser umfassend gesichert sein. Das Wichtigste: Das Kochfeld sollte mit einem Herdschutzgitter gegen das Herunterziehen der Töpfe gesichert werden. Die Griffe und Stiele von Töpfen und Pfannen sind nach hinten zu drehen. Wenn möglich, sollten nur die hinteren Kochfelder benutzt werden. Doch es gibt neben dem Herd in der Küche auch eine Reihe weiterer kritischer Gefahrenzonen.

Aufräumen mindert das Risiko

Die beste Vorbeugung gegen Verletzungen ist hier das sofortige Wegräumen gefährlicher Geräte und Küchenwerkzeuge an unerreichbare Plätze. Das betrifft vor allem scharfe Messer, die zum Beispiel im Nischenschrank oder in einer gesicherten Schublade gelagert werden sollten. Elektrische Kleingeräte wie Toaster und Kaffeemaschinen sollten am besten in einem verschlossenen Schrank Platz finden. Über 50.000 ärztlich behandelte Vergiftungen pro Jahr sind ein Alarmzeichen für zu sorglosen Umgang mit Haushalts-Chemikalien. Zum Schutz dienen abschließbare Putzmittelkörbe unter der Spüle oder eine abschließbare Tür am Spülunterschrank. Der Sicherheit von Kindern zuliebe ist es ratsam, Haushaltsreiniger mit kindersicheren Verschlüssen zu kaufen und niemals Reinigungsflüssigkeiten in Getränkeflaschen umzufüllen.

Gesundheitsschädliche Entdeckungstour

Auch Dinge, von denen augenscheinlich kein Risiko ausgeht, können für Kinder zur gesundheitlichen Gefahr werden. So sind die Geschmacksnerven von Kindern noch nicht voll ausgebildet. Unter Umständen nehmen sie Dinge ohne Widerwillen in den Mund oder essen sie, bei denen sich ein Erwachsener überwinden müsste. Verdorbene Lebensmittel wie angeschimmeltes Brot sollten daher immer sofort entsorgt werden. Ihr Verzehr ist nämlich mit erheblichen Risiken verbunden. Alkohol führt bei Kindern schon in geringsten Mengen zu Vergiftungen. Daher niemals Flaschen mit Alkohol in der Küche stehen lassen.

Gefährliche Versteckspiele

Die Küche übt auf Kinder eine ungeheure Faszination aus und wird schnell zum gefahrvollen Abenteuerspielplatz umfunktioniert. So ereignen sich immer wieder tödliche Unfälle, weil ein Kind beim Versteckspielen in eine Kühltruhe, einen Einbau- oder Kühlschrank kriecht und die ins Schloss gefallene Tür von innen nicht mehr entriegeln kann. Solche „Fallen“ sollten daher unbedingt mit zusätzlichen Außenverriegelungen gesichert werden. Auch das Spielen mit Wasser birgt Gefahren – wenn es zu heiß ist. Thermostat-Mischbatterien sollten daher auf eine nicht zu hohe Temperatur eingestellt werden. Es kann auch helfen, den Tisch möglichst sofort abzuräumen und vor allem keine Gefäße mit heißen Flüssigkeiten darauf stehen lassen. Für Kinder sind Plastik-Einkaufstüten unwiderstehlich. Als Mütze über den Kopf gestülpt, können sie allerdings zur Erstickung führen. Plastik-Einkaufstüten sollten daher nach dem Einkauf nicht achtlos liegen gelassen, sondern für Kinder unerreichbar verstaut werden.


< Was täglich auf den Tisch kommt

Nehmen Sie Kontakt auf

Gerne beantworten wir alle Ihre Fragen – rufen Sie uns dazu einfach an oder schicken uns eine kurze Nachricht.

SHL Gruppe

Elsenheimerstr. 49
80687 München

Telefon +49 (0)89 769 772-0
Telefax +49 (0)89 769 772-99

info@shlgruppe.de