Bonus für Ledige und Verheiratete

Männer und Frauen heiraten heute deutlich später als noch vor zehn Jahren. Doch egal, ob und wann man vor das Standesamt tritt, jeder Familienstand hat seine Vorteile – auch im Versicherungsbereich.


29.8.2011 (verpd) Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, warten die deutschen Bundesbürger immer länger, bis sie den Gang zum Standesamt für das Ja-Wort wagen. Zwar gibt es für Ehepaare und Familien diverse Prämienvorteile bei Versicherungsverträgen, doch zahlreiche Versicherer bieten mittlerweile auch für Singles und unverheiratete Paare diverse Vergünstigungen. Nach Angaben von Destatis waren 2009 die Männer in Deutschland durchschnittlich 33 Jahre und Frauen 30 Jahre alt, als sie zum ersten Mal heirateten. Noch vor zehn Jahren gaben Männer im Durchschnitt mit 29 Jahren und Frauen mit 26 Jahren das Ja-Wort. Noch niedriger war 1970 das durchschnittliche Heiratsalter. Damals traten im früheren Bundesgebiet die Männer im Durchschnitt mit 26 Jahren und Frauen mit 23 Jahren vor den Traualtar. In der ehemaligen DDR betrug das Durchschnittsalter eines Bräutigams sogar nur 24 Jahre und das einer Braut 22 Jahre. Bis heute hat sich das durchschnittliche Heiratsalter der Männer und Frauen in Ost und Westdeutschland fast angeglichen.

Vorteile für Singles und unverheiratete Paare

Doch egal ob Männer und Frauen sich entschließen, früher, später oder gar nicht zu heiraten, bei einigen Versicherungsverträgen gibt es für Ledige wie auch Verheiratete diverse Vorteile. Für alleinstehende Singles werden beispielsweise häufig verbilligte Tarife für Privathaftpflicht-, Rechtsschutz- und Kfz-Versicherungen sowie für Auslandsreise-Krankenversicherungen angeboten. Doch auch unverheiratete Paare, die zusammen wohnen, können bei Versicherungspolicen sparen. In vielen Fällen ist es nämlich nicht notwendig, dass für beide Partner separate Versicherungsverträge bestehen. So kann beispielsweise in der Privathaftpflicht-, Auslandsreisekranken- und Rechtsschutz-Versicherung ein Lebensgefährte im Vertrag des anderen oftmals kostenlos mitversichert werden. Wichtig ist es hierbei meist, dass der Lebensgefährte namentlich im Vertrag mit aufgeführt wird. In der Regel entfallen dann zwar eventuelle Vergünstigungen eines bestehenden Single-Tarifs, der entsprechend umgestellt werden muss, dafür werden aber auch nur für einen Vertrag Prämien berechnet und nicht für zwei.

Zusammen leben – gemeinsam sparen

Viele haben bereits als allein lebende Singles wichtige Policen wie eine Privathaftpflicht- oder eine Rechtsschutz-Versicherung abgeschlossen. Um Prämien zu sparen, muss jedoch in der Regel nicht gewartet werden, bis eine ordentliche Kündigung zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit möglich ist. Denn nachdem die Partner zusammengezogen sind, kann meist die jüngere oder auch weniger umfangreiche Police auf Antrag aufgehoben werden. Besteht für beide Partner jeweils eine Hausratversicherung, könnten diese zwar bei den jeweiligen Versicherern für die neue Wohnung fortgeführt werden. Für den gemeinsamen Haushalt bietet sich jedoch eine Zusammenlegung der Policen an. Wichtig ist dabei, dass die Höhe der Versicherungssumme für die gemeinsam genutzte Wohnung angepasst wird. Bei verheirateten Paaren sind in der Regel automatisch beide Ehepartner sowie die minderjährigen Kinder in einem Privathaftpflicht-Versicherungsvertrag mitversichert. Dies gilt auch bei Rechtsschutz-Policen. Noch vor der Heirat abgeschlossene Verträge mit Vergünstigungen für Singles müssen in den meisten Fällen jedoch entsprechend abgeändert werden. Verbilligte Familientarife werden unter anderem bei der Auslandsreise-Krankenversicherung und in der privaten Unfallversicherung angeboten.

In jeder Lebenssituation richtig abgesichert

Hat sich ein Paar entschlossen zusammenzuziehen oder zu heiraten, ist es grundsätzlich ratsam, die Versicherer der bestehenden Verträge über die neue Lebenssituation zu informieren. Gerade nach einem Umzug müssen unter anderem die neue Adresse und gegebenenfalls eine neue Bankverbindung mitgeteilt werden. Ein Versicherungsfachmann kann in einem Beratungsgespräch außerdem feststellen, welche Einsparungspotenziale sich aus der neuen Lebenssituation ergeben und ob der bisherige Versicherungsschutz den neuen Anforderungen genügt. Unter anderem sollten hierzu die bestehenden Kranken- und Lebensversicherungen überprüft werden. Gegebenenfalls ist es beispielsweise bei einer bestehenden Lebensversicherung notwendig, den Bezugsberechtigten im Todesfall auf den aktuellen Lebenspartner zu ändern. Mit einer Risiko-Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit könnten auch beide Partner als versicherte Personen eingetragen werden. Stirbt ein Lebensgefährte, erhält der andere die vereinbarte Leistung.


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