Damit Lichterketten nicht zur Brandgefahr werden

Überall sind jetzt wieder Fenster mit beleuchtetem Weihnachtsschmuck und mit Lichtern beschmückte Tannenbäume zu sehen. Doch nicht alle Lichterketten sind sicher.


9.12.2013 (verpd) Nicht alle Lichterketten sind risikolos. Jedes Jahr kommt es durch schlecht verarbeiteten Lichterschmuck zu Stromschlägen und Bränden, bei denen auch Personen zu Schaden kommen. Worauf es bei einer sicheren Nutzung von Lichterketten ankommt. Letztes Jahr stellte der TÜV Rheinland bei einem Test von 52 Lichterketten fest, dass bei jeder fünften Kette eine Stromschlag- oder Verbrennungsgefahr bestand. Prinzipiell sollte jeder, der eine Lichterkette neu kauft, auf bestimmte Qualitätsmerkmale achten. Nur Lichterketten, die keine dünnen, brüchigen Isolierungen oder fehlerhaften Lampensockel aufweisen, sind empfehlenswert. Zudem gibt es andere Hinweise, dass es sich um ein sicheres Produkt handelt.

Sicherheitskriterien

Nach Angaben von Sicherheitsexperten ist es wichtig, dass die Lichterkette das GS-Zeichen („geprüfte Sicherheit“) trägt. Zudem sollte die Bedienungsanleitung in verständlichem Deutsch verfasst und der Name des Herstellers oder Importeurs lesbar sein. Für Lichterketten, die außerhalb des Hauses benutzt werden sollen, gibt es spezielle Produkte, die durch den Hinweis „Außenlichterkette“ oder „Für den Außenbereich“ gekennzeichnet sind. Sie sollten unbedingt das Piktogramm „Spritzwassergeschützt“ (Dreieck mit Tropfen) oder „Regenwassergeschützt" (Quadrat mit Tropfen) sowie das Kürzel „IP 44“ oder höher tragen.

LEDs sind zu bevorzugen

Die Experten des TÜV Rheinlands hatten bei ihrem Lichterkettentest Produkte entdeckt, bei denen sich beispielsweise Kabel einfach aus der Fassung lösen können, sodass ein Nutzer schnell mit einer lebensgefährlichen 230-Volt-Spannung in Kontakt kommen kann. Grundsätzlich raten Experten, besonders wenn Kinder im Haushalt wohnen, nur Lichterketten mit Leuchtdioden– sogenannten LEDs – und einem Transformator, der die Spannung von 230 Volt auf 24 Volt herunterregelt, zu benutzen. Das vermindert die Gefahr eines tödlichen Stromschlages, falls eine schadhafte Isolierung oder eine offene Lampenfassung vorhanden sind und jemand damit in Berührung kommt. Wer sich für Lichterketten mit LEDs, die mit Niedrigspannung betrieben werden, entscheidet, verbraucht zudem 90 Prozent weniger Strom als bei anderen Lichterketten. Außerdem werden LEDs nicht so heiß wie normale Lichterketten, auch wenn ein Lämpchen ausfällt. Lichterketten mit anderen Leuchtmitteln können nämlich bis zu 70 Grad Celsius erreichen und damit in unmittelbarer Nähe von entzündlichen Materialien wie Stroh- oder Papiersternen einen Brand verursachen. Der TÜV Rheinland hat letztes Jahr sogar Lichterketten mit einer Temperatur von 100 bis 250 Grad Celsius entdeckt.

Zur risikolosen Nutzung

Prinzipiell sollte der Nutzer die Warnhinweise durchlesen und sich unbedingt an die Bedienungsanleitung halten. Beispielsweise ist darauf zu achten, dass normale Lichterketten nicht neben leicht entzündlichen Materialien, wie Tüchern, trockenen Tannenzweigen oder Strohsternen hängen. Sind einzelne Lämpchen defekt, dürfen nur sie nur durch Glühbirnchen mit der dafür zugelassenen Wattstärke ausgetauscht werden. Stärkere Leuchtmittel entwickeln nämlich eine zu hohe Hitze. Zudem kann die erhöhte Energieleistung dazu führen, dass die Kabel überhitzen können. Nicht ungefährlich sind auch ältere, unsachgemäß gelagerte Lichterketten. Sind die Kabel und Lämpchen ineinander verschlungen, können sie beim Entwirren leicht beschädigt werden, was zu freiliegenden Drähten oder einem Kabelbrand führen kann. Grundsätzlich gilt es, vor der Verwendung der Lichterketten diese umfassend auf ihre Sicherheit zu prüfen. Des Weiteren sollten nicht mehrere Ketten hintereinandergesteckt betrieben werden.


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