Der Fachkräftemangel wächst weiter

Das Problem fehlender Fachkräfte in Deutschland ist weiter gestiegen, das zeigen aktuelle Umfragen. Wie Unternehmen aktiv dagegen vorgehen können.


22.10.2012 (verpd) Jedes dritte Unternehmen sieht mittlerweile den Fachkräftemangel als Risiko für die eigene wirtschaftliche Entwicklung. Dies ist das Ergebnis einer Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages e.V. (DIHK). Knapp die Hälfte der Firmen hat Schwierigkeiten geeignetes Personal zu finden, so eine andere Studie einer Zeitarbeitsfirma. Doch es gibt Möglichkeiten, wie Unternehmer Jobangebote noch attraktiver für passende Bewerber machen können. Die Problematik des Fachkräftemangels ist nicht auf einzelne Branchen und Berufe beschränkt, sondern mittlerweile branchenweit zu finden, wie die Antworten von 25.000 Unternehmen bei einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages e.V. (DIHK) zeigen. Es ist das Konjunkturrisiko Nummer eins in der Zeitarbeit, in der Gesundheitsbranche, in der Rechts- und Steuerberatung, bei Wirtschaftsprüfern sowie für Forschungs- und Entwicklungs-Dienstleister. Dabei fehlen nicht nur Akademiker und hoch qualifizierte Arbeitnehmer, sondern auch Arbeitskräfte für das Gastgewerbe und die Hotelbranche. Eine hohe Nachfrage nach Personal besteht zudem für die IT-Branche, in Architektur- und Ingenieurbüros, aber auch im Maschinenbau und der Elektrotechnik sowie im Handel.

Branchenübergreifende Personalmisere

35 Prozent der befragten Unternehmen sehen den Fachkräftemangel als Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Betriebes. Und das bereits in den kommenden zwölf Monaten und nicht erst, wenn sich der demografische Wandel stärker auswirkt als heute. Im Jahre 2010 lag dieser Wert noch bei 16 Prozent. Eine andere Studie der Manpower GmbH & Co. KG (Manpowergroup), einem Unternehmen für Personalberatung und -vermittlung, kommt in diesem Jahr zu dem Ergebnis, dass aktuell 42 Prozent der deutschen Firmen Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Fachkräften haben. Im Vergleich zu vor zwei Jahren ist dieser Anteil um 13 Prozent gestiegen. Wie bereits im letzten Jahr, so die Studienautoren, haben die Firmen die größten Probleme bei der Suche nach Fachkräften aus dem handwerklichen Bereich sowie nach Ingenieuren. Eine Erholung ist nach Einschätzung der Manpowergroup nicht in Sicht. Das Handwerk verzeichne zum einen Auszubildendenmangel und zum anderen habe sich die Zahl der unbesetzten Ingenieurstellen von 2010 auf 2012 fast verdoppelt. Schwierigkeiten gäbe es zudem bei der Suche nach Vertriebsmitarbeitern, IT-Fachkräften, Technikern sowie Personal für Rechnungs- und Finanzwesen.

Anreize für Arbeitnehmer

Viele Unternehmen haben nicht nur das Problem bereits erkannt, sondern sich auch über mögliche Lösungen Gedanken gemacht. Zahlreiche Firmen, die bereits vom Fachkräftemangel betroffen sind oder einen solchen erwarten, wollen mit vermehrter Weiterbildung gegensteuern. Viele Unternehmen haben bereits ihr Ausbildungsangebot erweitert und einige setzen auf mehr Angebote zur Vereinbarung von Familie und Beruf. Auch der verstärkte Einsatz von älteren oder auch ausländischen Fachkräften könnte eine von vielen Lösungsmöglichkeiten des Problems sein. Doch es gibt noch weitere Optionen, mit denen sich Firmen für potenzielle Bewerber, aber auch für die bereits im Unternehmen Beschäftigten als gute Arbeitgeber profilieren können. Mit einer Gruppen-Unfallversicherung entlasten Firmen ihre Mitarbeiter finanziell und sichern sie zudem im Ernstfall besser ab. Versicherbar sind beispielsweise Unfälle, die sich auf Dienstreisen, im Betrieb oder auch im Beruf und in der Freizeit ereignen. Voraussetzung ist, dass eine Firma mindestens drei Personen in einem Vertrag versichert. Neben der Gruppen-Unfallversicherung gibt es auch noch andere Versicherungsarten und die betriebliche Altersvorsorge, mit denen Firmen ihre Mitarbeiter binden und motivieren können. Nähere Einzelheiten dazu können beim Versicherungsfachmann erfragt werden.


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