Einfacher Schutz gegen schwere Infektion

Immer wieder kommt es durch verunreinigte oder bakterienverseuchte Lebensmittel zu leichten bis schweren Erkrankungen, wie die derzeitigen Infektionsfälle durch die sogenannten EHEC-Bakterien zeigen. Wie man sich davor schützen kann.


30.5.2011 (verpd) Seit Mitte Mai diesen Jahres erkranken in Deutschland vermehrt Personen durch den sogenannten EHEC-Erreger. Einige Fälle enden sogar tödlich. Doch es gibt Vorsichtsmaßnahmen, um sich gegen eine Infektion zu schützen. EHEC-Infektionen können leichte bis schwere Durchfallerkrankungen und Fieber auslösen. Darüber hinaus droht als Folge einer Infektion das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS). Dabei kommt es zu akutem Nierenversagen, Blutgerinnungsstörungen und einer Zerstörung der roten Blutkörperchen, was bis hin zum Tod des Infizierten führen kann. Bei Verdacht auf eine Infektion sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Bereits Infizierte sollten keine Speisen mehr zubereiten.

Hitze hilft gegen Krankheitserreger

EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli) sind Darmbakterien, die natürlicherweise im Verdauungstrakt von Wiederkäuern, also bei Rindern, Schafen und Ziegen, vorkommen. Sie werden mit dem Kot ausgeschieden, sind relativ unempfindlich und können auf Pflanzen, im Boden sowie im Wasser wochenlang überleben. Wie viele andere Krankheitserreger können auch EHEC-Bakterien durch zehnminütiges Erhitzen bei 70 Grad Celsius abgetötet werden. Sinnvoll ist daher das Kochen, Braten oder Pasteurisieren der Speisen. Im Gegensatz zu manch anderen Krankmachern ist das Tiefgefrieren dabei nicht ausreichend.

Notwendige Hygiene in der Küche

Experten raten roh verzehrtes Gemüse und Obst vor dem Essen gründlich zu schälen oder zumindest – beispielsweise Salat – sorgfältig zu waschen. Zudem sollte Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln gelagert und zubereitet sowie vor dem Verzehr ausreichend erhitzt werden. Die bei der Zubereitung von Gemüse, Salat, Obst oder Fleisch eingesetzten Utensilien wie Schüsseln, Bretter, Teller oder Messer sowie die Arbeitsflächen sind vor der Weiterverwendung für andere Lebensmittel jeweils gründlich zu waschen und zu trocknen.

Notfalls verzichten

Die bei der Zubereitung von Salat, Obst, Gemüse sowie rohem Fleisch benutzten Wisch- und Handtücher sollten danach mit mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Eine Alternative sind auch Wegwerfpapiertücher. Rohmilch oder Erzeugnisse daraus, nicht pasteurisierter Apfelsaft sowie streichfähige Rohwürste, zum Beispiel Zwiebelmett- oder Teewurst, werden bei der Herstellung nicht ausreichend erhitzt, so dass hier EHEC-Erreger vorhanden sein können. Personen mit einem geschwächten Immunsystem, Kinder oder auch Ältere sollten daher diese Lebensmittel meiden.

Von Mensch zu Mensch

Der Krankheitserreger kann nicht nur durch verunreinigte Lebensmittel, sondern auch von Mensch zu Mensch oder von Tier zu Mensch übertragen werden. Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, ist sorgfältiges Händewaschen mit Wasser und Seife sowie gründliches Abtrocknen vor der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang und auch nach Kontakt mit Tieren sinnvoll. Aktuelle Tipps, Hinweise und Informationen rund um die Infektionsgefahr mit EHEC-Erregern gibt es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dem Bundesinstitut für Risikobewertung und bei Robert-Koch-Institut.


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