Für eine unfallfreie Motorradsaison

Wenn es längere Zeit warm und sonnig ist, zieht es viele Motorradfahrer nach dem Winter wieder auf die Straße. Damit die erste Motorradtour im Jahr unfallfrei bleibt, sollten das Motorrad, aber auch der Biker fit genug sein.


17.3.2014 (verpd) Mangelnde Fahrroutine nach der Winterpause, eine unangepasste Geschwindigkeit, aber auch Autofahrer, die nicht damit rechnen, dass vermehrt wieder Motorräder im Straßenverkehr anzutreffen sind, stellen besonders zu Beginn der Motorradsaison ein hohes Unfallrisiko dar. Wer nach wochenlanger Winterpause wieder auf sein Motorrad steigt, sollte vorher nicht nur sein Krad, sondern auch seine eigene Kondition wieder auf Vordermann bringen, um die Unfallgefahr zu minimieren. Jedes Jahr verletzen sich rund 30.000 Personen als Fahrer oder Mitfahrer bei einem Motorradunfall, knapp 600 Menschen kommen dabei ums Leben. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) gibt Tipps, wie Motorradfahrer sicherer in die Motorradsaison starten.

Sicherheitscheck für das Bike

Vor der ersten Ausfahrt sollten insbesondere die sicherheitsrelevanten Motorradteile auf Funktionstüchtigkeit beziehungsweise Verkehrssicherheit geprüft werden. Besonders genau ist die Bremsfunktion zu kontrollieren. Unter anderem ist darauf zu achten, dass die Dicke der Bremsklötze sowie die Menge, Farbe und Konsistenz der Bremsflüssigkeit in Ordnung ist und die Bremsschläuche nicht porös sind. Auch den Pegelstand der anderen Flüssigkeiten, wie Motoröl und Kühlflüssigkeit, gilt es zu kontrollieren. Ein weiteres wichtiges Sicherheitselement sind die Reifen. Sie dürfen nicht rissig sein oder andere Beschädigungen aufweisen. Obwohl das vorgeschriebene Mindestprofil bei 1,6 Millimetern liegt, sollte es nach Angaben des GDV aus Sicherheitsgründen besser mindestens drei Millimeter oder mehr betragen. Geprüft werden sollte zudem, ob der Luftdruck den Vorgaben der Betriebsanleitung entspricht. Die Scheinwerfer, das Schlusslicht, das Bremslicht, die Blinker und die Reservelampen müssen intakt sein und funktionieren. Auch das Radlager, das Lenkkopflager und das Schwingenlager müssen in Ordnung sein. Des Weiteren sollte die Kette die nötige Schmierung und Spannung aufweisen. Nicht zuletzt schützt ein kurzer Blick auf die Prüfplakette vor unliebsamen Überraschungen. Denn wenn die nächste Hauptuntersuchung (HU) bereits überfällig ist – Motorräder müssen alle 24 Monate zur HU –, kostet dies unter Umständen ein Bußgeld.

Schutzmaßnahmen für Motorradnutzer

Für die eigene Sicherheit des Fahrers und Mitfahrers unentbehrlich, sind eine gute, funktionale Schutzkleidung in hellen Farben sowie ein Helm, der den Sicherheitsstandards genügt. Nach einer langen Fahrpause ist es für jeden Biker wichtig, seine eigene Kondition und ein sicheres Fahrverhalten wieder zu trainieren. Er sollte sich daher mit dem Motorrad wieder vertraut machen. Anfahr-, Brems- und Lenkübungen sowie das mehrmalige Abstellen des Krades beispielsweise auf einem Übungsplatz helfen, das Gefühl für die Maschine wiederaufzubauen. Auch Sicherheitstrainings, bei denen Kradfahrer das sichere Kurven fahren, Überholen und Bremsen ausgiebig üben können, tragen zur Minimierung des Unfallrisikos bei. Des Weiteren sollten die ersten Touren relativ kurz sein und Stadtstrecken oder anspruchsvolle Strecken am Anfang vermieden werden, da sicheres Motorradfahren auch eine Frage der Kondition und der Übung ist. Doch auch die Autofahrer müssen sich nach dem Winter erst wieder an die schnellen Zweiräder gewöhnen. Kradfahrer sollten daher defensiv und vorausschauend fahren, da sie damit rechnen müssen, dass andere Verkehrsteilnehmer sie nicht sofort wahrnehmen.


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