Gesetzlich abgesichert in der beruflichen Weiterbildung

In den vielen Berufen ist es notwendig sich weiterzubilden. Wie Arbeitnehmer gesetzlich versichert sind, wenn sie während einer beruflichen Weiterbildung einen Unfall erleiden.


28.4.2014 (verpd) Es gibt viele Gründe für eine berufliche Weiterbildung: bessere Aufstiegschancen, eine höhere Jobsicherheit oder auch einfach nur, weil die berufliche Tätigkeit es erfordert. Ähnlich wie bei der beruflichen Tätigkeit stehen Arbeitnehmer übrigens auch während der Weiterbildung sowie auf dem Hin- und Rückweg zum Weiterbildungsort unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Nach Angaben der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG), einer der gesetzlichen Unfallversicherungs-Träger, stehen Personen, die an einer beruflichen Weiterbildung teilnehmen, unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Versicherungsschutz besteht dann während der Zeit des Seminars sowie auf der An- und Abreise.

Wer bei Weiterbildungsmaßnahmen gesetzlich unfallversichert ist

Nach Angaben der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG), einer der gesetzlichen Unfallversicherungs-Träger, sind Arbeitnehmer, die auf Veranlassung des Arbeitgebers an Seminaren oder Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen, gesetzlich unfallversichert. Für einen solchen Unfall zuständig ist die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse, der der Arbeitgeber angehört. Der gesetzliche Unfallschutz besteht, egal ob das Seminar vom Arbeitgeber beziehungsweise von der Firma selbst organisiert oder von einem externen Bildungsträger durchgeführt wird. Ebenfalls unerheblich ist auch der Ort, an dem die Weiterbildung stattfindet. Selbst Arbeitnehmer, die sich aus eigener Initiative heraus und auf eigene Kosten weiterbilden, haben einen gesetzlichen Unfallschutz. Dies gilt jedoch nur, wenn die Weiterbildungsmaßnahme die beruflichen Chancen verbessert und nicht nur aus rein privaten, hobbymäßigen Interessen absolviert wird. Doch nicht nur Arbeitnehmer stehen während einer Weiterbildung unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Auch Arbeitslose, die eine von der Bundesagentur für Arbeit geförderte berufliche Weiterbildungsmaßnahme absolvieren sowie Teilnehmer an Seminaren, die die Unfallversicherungs-Träger selbst ihren Mitgliedsunternehmen anbieten, haben eine entsprechende gesetzliche Absicherung. Der Unfallversicherungs-Träger für Arbeitnehmer, die aus eigenen Stücken eine Weiterbildung durchlaufen, sowie für Arbeitslose in beruflicher Weiterbildung, ist die für die Bildungseinrichtung zuständige Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse.

Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung

Der jeweilige Unfallversicherungs-Träger leistet nach einem versicherten Unfall entsprechend den festen Vorgaben gemäß SGB VII (Siebtes Sozialgesetzbuch). Unter anderem werden die Kosten für notwendige medizinische Behandlungen und Reha-Maßnahmen übernommen. Möglich sind aber auch Geldleistungen, wie Leistungen für Hinterbliebene, das Verletztengeld bei einer unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit, sowie eine Rentenzahlung im Falle einer dauerhaften Erwerbsminderung. Die gesetzliche Unfallversicherung bietet jedoch keinen Rundumschutz. Zum einen sind Unfälle in der Freizeit oder während Bildungsseminaren aus rein privaten Interessen nicht gesetzlich versichert. Wer beispielsweise auf dem Weg zum Weiterbildungsort einen Umweg nimmt, um einzukaufen oder zu tanken, hat in dieser Zeit keinen gesetzlichen Schutz. Zum anderen decken die gesetzlichen Leistungsansprüche wie die Erwerbsminderungsrente in der Regel nicht die Einkommenseinbußen, die entstehen, wenn durch eine unfallbedingte Gesundheitsschädigung die Arbeitsfähigkeit lange Zeit oder sogar dauerhaft gemindert ist. Es gibt jedoch diverse Lösungen der privaten Versicherungswirtschaft, die sowohl einen fehlenden gesetzlichen Versicherungsschutz als auch eventuell durch Unfall oder Krankheit auftretende Einkommenslücken absichern.


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