Gut abgesichert als Student

In vielen Bereichen sind Studenten, die an einer Hoch- oder Fachhochschule eingeschrieben sind, über ihre Eltern versichert. Doch dies gilt nicht in allen Fällen.


17.10.2011 (verpd) Studenten, die sich nicht selbst um einen ausreichenden Versicherungsschutz kümmern, könnten schnell in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Grundsätzlich ist es wichtig, dass auch Studenten einen ausreichenden privaten Versicherungsschutz haben, denn jeder – auch ein Student –, der einen anderen beispielsweise beim Fahrrad fahren fahrlässig verletzt, haftet für dessen Schaden in unbegrenzter Höhe. Gerade bei Personenschäden kann dies schnell zur finanziellen Existenzgefährdung des Unfallverursachers führen.

Auch Studenten haften

Eine Privathaftpflicht-Versicherung würde zum Beispiel bei dem genannten Schadenfall einspringen. Doch nur wer direkt nach dem Schulabschluss ein Studium beginnt, ein bestimmtes Alter noch nicht überschritten hat und über kein eigenes regelmäßiges Einkommen verfügt, ist in der Regel kostenfrei über eine bestehende Privathaftpflicht- und Familienrechtsschutz-Versicherung der Eltern mitversichert. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob der volljährige Nachwuchs noch bei den Eltern wohnt oder bereits eine eigene Wohnung hat. Wer allerdings vor dem Studium bereits eine Berufsausbildung absolviert hat, verheiratet ist oder regelmäßig einen Job ausübt, um Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen, hat über seine Eltern keinen Versicherungsschutz mehr und benötigt eine eigene Police. Dies gilt auch, wenn der Student das in den Versicherungsbedingungen, die der elterlichen Police zugrunde liegen, genannte maximale Alter für eine Mitversicherung überschritten hat. In der Regel ist die Mitversicherung in der Familienrechtsschutz- und bei älteren Privathaftpflicht-Policen nämlich nur bis zum 25. Lebensjahr möglich.

Schutz für die Studentenbude

Zu beachten ist, dass bei einem Verkehrs-Rechtsschutzvertrag der Eltern keine Mitversicherung besteht. Hat der Nachwuchs einen eigenen Führerschein oder schon ein eigenes Fahrzeug, sollte daher ein separater Fahrer- oder bei Kfz-Besitz ein Verkehrs-Rechtsschutzvertrag abgeschlossen werden. Auch bei der Hausratversicherung ist das Hab und Gut eines Studenten meist nur solange über die Hausratversicherung der Eltern mitversichert, wie er noch zu Hause wohnt. Sobald er umzieht, ist eine eigene Hausrat-Police notwendig.

Günstig zum Krankenschutz

Sind die Eltern gesetzlich krankenversichert, können sich Studenten, solange sie nicht erwerbstätig sind, bis zum 25. Lebensjahr hier kostenfrei mitversichern. Studierende über 25 Jahre zahlen zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung einen festgelegten Beitrag. Dieser beträgt derzeit monatlich 64,77 für die Kranken- und 11,64 Euro für die Pflegeversicherung. Sie können aber auch eine private Krankenvollversicherung abschließen. Auch hier gibt es für Studenten günstige Tarife. Ein Versicherungsfachmann kann die jeweilige Situation des Studierenden analysieren und klären, wo eventuell noch Absicherungslücken bestehen oder bereits Schutz durch eine kostenlose Mitversicherung bei den Eltern gegeben ist.


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