Gut aufgehoben im Krankenhaus

Immer mehr Patienten müssen stationär behandelt werden. Wie der Einzelne vorsorgen kann, damit ein eventueller Krankenhausaufenthalt auch ohne finanzielle Mehrbelastung möglichst angenehm wird.


29.8.2011 (verpd) Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden letztes Jahr erstmals über 18 Millionen Patienten vollstationär im Krankenhaus behandelt. Das waren rund 207.000 Personen und damit 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die wenigsten gehen gerne ins Krankenhaus. Eine richtige Vorsorge kann jedoch helfen, dass der stationäre Aufenthalt zumindest so komfortabel wie möglich verläuft. Und auch bei der ärztlichen Behandlung hat man die Wahl. In Deutschland wurden 2010 laut Destatis in den 2.065 vorhandenen Krankenhäusern insgesamt 18.231.569 Patienten stationär behandelt. Um die Patientenversorgung kümmerten sich rund 827.000 Vollkräfte. Davon waren rund 134.000 vom ärztlichen Dienst. Von den übrigen 693.000 zum nichtärztlichen Dienst zählenden Personen waren circa 305.000 im vollbeschäftigten Pflegedienst tätig. Der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt pro Patient betrug 7,9 Tage. Mehr als dreimal so lang, nämlich im Durchschnitt 25,5 Tage, war der stationäre Aufenthalt je Patient in einer der 1.229 Vorsorge- oder Rehabilitations-Einrichtungen Deutschlands. Knapp 171.000 Betten, rund 8.000 Vollkräfte im ärztlichen und 85.000 Personen im nichtärztlichen Dienst, davon etwa 21.000 Pflegekräfte, standen hier für die Versorgung der rund zwei Millionen Patienten zur Verfügung.

Wahlmöglichkeiten gegen Zusatzkosten

In vielen Krankenhäusern werden sogenannte Wahlleistungen hinsichtlich der Unterbringung wie in einem Einzel- statt in einem Mehrbettzimmer und auch in Bezug auf die ärztliche Behandlung – konkret die Wahl der Chefarztbehandlung – angeboten. Die genannten Leistungen werden aber in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Die Klinik rechnet diese Zusatzleistungen daher direkt mit dem Patienten ab. Um auch als gesetzlich Krankenversicherter ohne Kostenrisiko in den Genuss der genannten Wahlleistungen zu kommen und wie ein Privatpatient behandelt zu werden, empfiehlt sich der Abschluss einer Krankenhaus-Zusatzversicherung.

Beste Behandlung

Je nach vereinbartem Tarif zahlt diese beispielsweise die privatärztliche Behandlung durch Chefärzte oder andere Spezialisten. Auch die Kosten der Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer und/oder die Differenzkosten bei der Wahl einer anderen als von der gesetzlichen Krankenversicherung vorgeschriebenen Klinik können übernommen werden. Letzteres greift, wenn Kassenpatienten sich das behandelnde Krankenhaus nicht aussuchen dürfen, sondern in die nächstgelegene geeignete Klinik gehen müssen, was dem Regelfall entspricht. Einige Versicherer bieten zudem Tarife an, welche ambulante Operationen durch Chefärzte und/oder Spezialisten im Krankenhaus zuzüglich möglicher Unterbringungs- und Fahrtkosten sowie Kosten für die vor- und nachstationäre Behandlung erstatten. Oftmals steht nach einem Krankenhausaufenthalt eine Kur oder Reha an. Ob eine Krankenhauszusatz-Versicherung auch hier die Kosten für eine komfortablere Unterbringung übernimmt, ist im jeweiligen Vertrag geregelt und sollte beim entsprechenden Versicherer abgeklärt werden.

Geld zur freien Verfügung

Falls Kinder als Patienten aufgenommen werden müssen, ist in einigen Zusatzversicherungen auch die Übernahme der Unterbringung einer Bezugsperson in der Klinik, dem sogenannten Rooming-in, abgedeckt. Denn nicht in jedem Fall wird dies von der Kasse bezahlt. Auch eine Krankenhaustagegeld-Versicherung könnte in diesem Fall hilfreich sein. Mit einer entsprechenden Police erhält der Patient für jeden Tag, den er stationär in der Klinik verbringt, einen festgelegten Geldbetrag zur freien Verfügung ausbezahlt. Damit können unter anderem durch den Krankenhausaufenthalt zusätzlich anfallende Kosten beglichen werden. Dazu zählt beispielsweise der grundsätzlich von erwachsenen Kassenpatienten zu zahlende Eigenanteil von gegenwärtig zehn Euro pro Tag Krankenhausaufenthalt für maximal 28 Tage. Aber auch durch den Klinikaufenthalt notwendige Betreuungsausgaben für Kinder, Versorgungskosten von Haustieren sowie Fahrt- und Parkkosten für Angehörige könnte der Patient damit begleichen.

Frühzeitig vorsorgen spart Prämie

Grundsätzlich ist es ratsam, eine Krankenhauszusatz- und eine Krankenhaustagegeld-Versicherung in jungen Jahren abzuschließen. Denn je jünger und gesünder der Versicherte, desto niedriger die Prämie. Wer einen Vertrag erst abschließt, nachdem er weiß, dass er ins Krankenhaus muss, hat nichts davon, da bei einem Neuvertrag erst nach einer Wartezeit von mindestens drei Monaten, bei Entbindungen und Psychotherapien nach acht Monaten, der Versicherungsschutz greift. Keine Wartezeit besteht jedoch nach einem Unfall oder wenn darauf vom Versicherer verzichtet wurde. Sinn und Zweck der Wartezeiten ist es, dass die Prämien für alle Versicherungskunden möglichst gering gehalten werden. Dies wäre jedoch nicht möglich, wenn Versicherer auch leisten müssten, wenn Kunden bei Vertragsabschluss bereits wissen, dass sie ins Krankenhaus müssen und dadurch die Kosten explodieren. Um passend vorzusorgen, empfiehlt sich für den Einzelnen ein Beratungsgespräch mit einem Versicherungsfachmann, der den individuellen Bedarf und die persönlichen Wünsche in einem entsprechenden Angebot berücksichtigen kann.


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