Gut geschützt auf dem Fahrrad

Nach einer aktuellen Statistik wurden 2010 in Deutschland über 65.000 Fahrradfahrer bei einem Verkehrsunfall zum Teil schwer verletzt und 381 Radler getötet. Die Zahlen könnten weitaus geringer sein, wenn jeder Fahrradlenker einen Helm tragen würde.


10.4.2012 (verpd) In Deutschland sind 2010 laut dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR)  insgesamt über 71.100 Personen mit dem Fahrrad, davon 14.430 Kinder und Jugendliche, verunglückt. Um die Folgen dieser Unfälle zu mindern, sollten Kinder, aber auch Erwachsene unbedingt einen Helm aufsetzen, bevor sie aufs Rad steigen. Das Tragen von Fahrradhelmen könnte nach Expertenmeinung bis zu 80 Prozent aller Kopfverletzungen vermeiden. 95 Prozent aller tödlich verunglückten Radfahrer hätten mit Helm überlebt. Dass die Experten recht behalten, zeigt eine Studie aus dem Jahr 2008. Sie kommt zum Ergebnis, dass der Helm das Risiko, eine schwere Hirnverletzung zu erleiden, um die Hälfte senkt. Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) belegt zudem, dass 73 Prozent der Helmträger, die mit einem Kraftfahrzeug zusammenprallten, am Kopf unverletzt blieben. Bei den Radlern ohne Helm waren es nur 46 Prozent. Zudem wurden nur zwei Prozent der verunglückten Radfahrer mit Helm schwer verletzt, während es bei den Velofahrern ohne Helm bereits 17 Prozent waren.

Nur mit Schutz auf Tour

Zwar muss ein Sturz vom Fahrrad nicht zwangsweise schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Doch im Falle eines Schädelhirntraumas könnte der Verunfallte von einem Wachkoma bis hin zu einer lebenslangen Behinderung betroffen sein. Grundsätzlich sollten Eltern daher bei ihren Kindern darauf achten, dass sie bei jeder Radtour, und sollten es auch nur wenige Meter sein, einen Helm aufsetzen. Aber auch den Eltern selbst und allen anderen Erwachsenen ist anzuraten, nicht ohne Helm in die Pedale zu treten.

Die richtige Helmwahl

Die Auswahl der Helme ist groß. Doch nicht automatisch ist das teuerste Modell auch das beste. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gibt Tipps für den Helmkauf:

  • Der Helm sollte geprüft sein und der entsprechenden DIN-Norm „Helme für Radfahrer und für Benutzer von Skateboards und Rollschuhen“ entsprechen (DIN EN 1078).
  • Wichtig ist die Anpassung des Helms an die jeweilige Kopfform. Er sollte weder zu locker sitzen noch zu fest. Eventuell könnten Mitarbeiter aus dem Fachhandel bei der richtigen Einstellung behilflich sein.
  • Der Helm sollte gerade auf dem Kopf sitzen und die Ohren im Dreieck der Riemen liegen. In dieser Position sollte der Helm am Kopf fixiert werden, zum Beispiel durch den entsprechenden Drehverschluss. Bei leichtem Vorbeugen des Kopfes sollte der Helm nun nicht mehr vom Kopf rutschen. Zum Schluss ist es wichtig, denn Kinnriemen festzuziehen. Dabei sollten noch zwei Finger zwischen Gurt und Hals passen.
Weitere Tipps und Hilfen zum Thema „Sicher mit dem Fahrrad unterwegs“ gibt es in den Broschüren „Das sichere Fahrrad“ und „Sicher mit dem Rad zur Schule“. Diese können im Rahmen der Präventionskampagne „Risiko raus!“ kostenlos beim DGUV angefordert oder auch auf der gleichnamigen Webseite heruntergeladen werden.

Unfall mit bleibenden Folgen

Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einen Unfall erleidet und dabei bleibende Schäden davonträgt, dem droht ohne eine private Erwerbs- beziehungsweise Berufsunfähigkeits-Versicherung und/oder auch eine private Unfallversicherung ein finanzielles Desaster. Denn meist gibt es nur für Unfälle, die sich auf dem direkten Schul- oder Arbeitsweg ereignen, einen Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung. Freizeitunfälle fallen nicht darunter. Zudem reichen die gesetzlichen Leistungen oftmals nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard zu halten.

Sicherheit rund um die Uhr

Eine private Unfallversicherung zahlt hingegen für alle versicherten Unfälle, ob in der Freizeit oder während der Arbeit, beispielsweise eine vereinbarte Summe bei Invalidität aus. Damit wäre es unter anderem möglich, sein Eigenheim behindertengerecht umbauen zu lassen. Einem verunfallten Kind könnte mit dem Geld aber auch eine entsprechend seinen körperlichen und geistigen Fähigkeiten angemessene Schul- und Ausbildung ermöglicht werden. Sollte man als Erwachsener aufgrund der Schädigung seinen Beruf nicht mehr ausüben können oder wird ein Kind so verletzt, dass es auf Dauer nicht oder nur noch bedingt erwerbsfähig sein wird, würde eine private Berufs- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeits-Versicherung mit einer Rentenzahlung einspringen. Welcher Versicherungsschutz im Einzelfall sinnvoll ist, kann beim Versicherungsexperten nachgefragt werden.


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