Gute Nachrichten bei der Verkehrsunfallbilanz

Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes gab es im ersten Halbjahr 2013 weniger Verkehrsunfälle als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Doch auch wenn die Statistik insgesamt positiv ausfällt, bleibt es für den Einzelnen wichtig, bei einem Unfall finanziell abgesichert zu sein.


2.9.2013 (verpd) Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) registrierte die Polizei in den ersten sechs Monaten diesen Jahres 1,15 Millionen Verkehrsunfälle. Das sind 1,5 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2012. Erfreulich ist auch, dass die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten und getöteten Personen zurückgegangen ist. Dennoch bleibt für den einzelnen Verkehrsteilnehmer, egal ob als Fußgänger, Rad- oder Kfz-Fahrer, das Risiko bestehen, von einem Unfall selbst betroffen zu werden. Nicht nur die Gesamtzahl der Unfälle von Januar bis einschließlich Juni 2012 hat im gleichen Vergleichszeitraum 2013 auf 1.151.643 statt bisher 1.168.918 und damit um 1,5 Prozent beziehungsweise 17.275 Unfälle abgenommen. Die Unfälle mit ausschließlichem Sachschaden reduzierten sich im ersten Halbjahr 2013 um 0,4 Prozent auf insgesamt 1.021.739 Fälle – 2012 waren es noch 3.696 Unfälle mehr. Auch bei den Personenschäden gibt es zahlenmäßig einen positiven Trend zu vermelden.

Weniger Verletzte und Tote durch Verkehrsunfälle

Insgesamt ist die Zahl der Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen, in den ersten sechs Monaten diesen Jahres um 9,4 Prozent auf insgesamt rund 129.904 gesunken, das waren 13.525 Unfälle mit Personenschäden weniger als noch im selben Vergleichszeitraum 2012. Im Detail wurden in den ersten sechs Monaten 2013 bei Verkehrsunfällen 167.732 Menschen verletzt. Damit reduziert sich die Zahl um 16.244 Verletzte beziehungsweise um 8,8 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2012. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2013 1.454 Menschen getötet. Das sind 14,1 Prozent beziehungsweise 293 Personen weniger als noch von Januar bis einschließlich Juni 2012. Doch pro Tag gerechnet wurden im deutschen Straßenverkehr damit immer noch 932 Menschen verletzt und acht Verkehrsteilnehmer sogar getötet.

Gesetzlicher Schutz mit Einschränkungen

Da das Unfallrisiko jeden betrifft, ist es wichtig, privat richtig vorzusorgen, um im Falle des Falles beispielsweise bei bleibenden Gesundheitsschäden oder Schlimmerem sich und seine Familie zumindest finanziell abgesichert zu wissen. Die gesetzliche Absicherung greift nämlich nicht immer und wenn, werden dadurch die finanziellen Folgen in der Regel nicht ausreichend abgedeckt. Die gesetzliche Unfallversicherung leistet beispielsweise für Arbeitnehmer überwiegend nur bei Arbeitsunfällen beziehungsweise bei Unfällen auf dem Weg von und zur Arbeitsstelle innerhalb Deutschlands. Schüler und Kindergartenkinder sind nur auf dem Weg von und zur Schule oder zum Kindergarten und während des Besuchs dort versichert. In der Freizeit besteht kein Versicherungsschutz. Selbstständige, Hausfrauen und Kleinkinder sind in der Regel gar nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert.

Rund um die Uhr abgesichert

Die Versicherungswirtschaft bietet Lösungen, die einen fehlenden oder unzureichenden gesetzlichen Schutz absichern. Eine private Unfallversicherung kann – im Gegensatz zum gesetzlichen Unfallschutz – nahezu jeder abschließen. Sie leistet meist weltweit und rund um die Uhr, also sowohl bei Unfällen im Beruf als auch in der Freizeit. Zudem ist hier, anders als bei der gesetzlichen Unfallversicherung, eine individuelle Absicherung der finanziellen Folgen bleibender gesundheitlicher Schäden nach einem Unfall möglich. Mit einer vorher vereinbarten Kapitalsumme im Invaliditätsfall lassen sich beispielsweise zusätzliche Aufwendungen für eine behindertengerechte Wohnung auffangen. Viele Versicherer bieten auch eine Rentenzahlung im Invaliditätsfall an. Damit lassen sich mögliche Einkommensverluste durch eine bleibende Behinderung ausgleichen. Weitere Leistungen, wie etwa eine Todesfallsumme, ein Krankenhaustagegeld, Zuschüsse bei kosmetischen Operationen oder die Übernahme von vereinbarten Bergungskosten können in einer privaten Unfallpolice vertraglich vereinbart werden. Mögliche Einkommenseinbußen bei unfall-, aber auch sonstiger krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit können durch eine private Krankentagegeld-Versicherung sowie einer Erwerbs- oder Berufsunfähigkeits-Police ausgeglichen werden. Für Kinder wird auch eine Invaliditäts-Versicherung angeboten, die nicht nur bei bleibenden Schäden infolge eines Unfalles, sondern auch nach einer Krankheit leistet. Ein Versicherungsexperte hilft, den optimalen Versicherungsumfang zu ermitteln.


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