Keine Rentennachteile bei erfolgloser Lehrstellensuche

Schulabgänger, die bisher keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, sollten sich bei der Agentur für Arbeit melden, um Nachteile hinsichtlich der gesetzlichen Rente zu umgehen.


29.8.2011 (verpd) Wie die Deutsche Rentenversicherung Bund mitteilt, kann die Zeit der Ausbildungsplatzsuche als so genannte Anrechnungszeit in der gesetzlichen Rentenversicherung berücksichtigt werden. Dies Zeit wirkt sich positiv auf die Renten-Bezugsberechtigung aus. Ein Schulabgänger, der die Zeit der Ausbildungssuche zwischen Schulende und Beginn einer Ausbildung als Anrechnungszeit gemäß Paragraf 58 SGB VI (Sechstes Sozialgesetzbuch) angerechnet haben möchte, muss selbst tätig werden. Er muss sich nach Beendigung der Schule bei der Agentur für Arbeit als ausbildungssuchend melden. Zudem muss er zwischen 17 und 25 Jahre alt sein. Auch eine Anrechnung nach dem 25. Lebensjahr ist möglich. Dies gilt allerdings nur für denjenigen, der unmittelbar zuvor seinen Wehr- oder Zivildienst abgeleistet hat oder als Arbeitnehmer beziehungsweise als Selbstständiger tätig war und dabei Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung entrichtete.

Vorteile bei der Wartezeiterfüllung

Um grundsätzlich Anspruch auf eine Anrechnungszeit zu haben, muss die Ausbildungsplatzsuche mindestens einen Kalendermonat dauern. Für den Anspruch ist es unerheblich, ob der Ausbildungsplatz-Suchende einen Schulabschluss hat oder nicht. Bei der nachfolgenden Ausbildungszeit muss es sich jedoch um eine schulische oder berufliche Ausbildung handeln. Die hier beschriebene Anrechnungszeit wirkt sich für alle mit Rentenbeginn nach 2009 nicht rentensteigernd aus. Allerdings wird sie bei der Erfüllung einer notwendigen 35-jährigen Wartezeit für die Altersrente für langjährig Versicherte und für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen berücksichtigt. Die Deutsche Rentenversicherung Bund bietet für detailliertere Informationen eine kostenlose Service-Hotline unter der Telefonnummer 0800/100048070 an.


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