Lebendige Weihnachtsgeschenke

Jedes Jahr erfüllen viele Eltern den Wunsch ihrer Kinder nach einem eigenen Haustier. Allerdings übernimmt jeder, der für sich und seine Kinder ein Tier anschafft, auch eine große Verantwortung. Nicht zuletzt haftet der Tierhalter nämlich auch für Schäden, die das vierbeinige Geschenk anrichtet.


9.12.2013 (verpd) Wer für sich und seine Familie ein Tier anschafft, ist damit nicht nur für die artgerechte Haltung des Tieres verantwortlich, sondern auch für eventuelle Schäden, die es anrichtet. Für die finanziellen Folgen kommt bei einigen Tierarten die Privat-Haftpflichtversicherung auf. Für manche Tiere ist jedoch eine eigene Tierhalter-Haftpflichtersicherung notwendig. Eltern, die ihren Kindern zu Weihnachten oder anderen Gelegenheiten ein Haustier schenken möchten, sollten auf alle Fälle auch die Konsequenzen, die ein derartiges Präsent mit sich bringt, bedenken. Die Freude ist nämlich schnell wieder vorbei, wenn dem Schenkenden und Beschenkten nicht bewusst ist, dass Haustiere auch viel Arbeit machen. Nicht wenige Tiere landen schon im Januar – spätestens aber bei der nächsten Reisewelle im Sommer – im Tierheim. Des Weiteren werden häufig auch die Risiken, die ein Haustier mit sich bringen kann, nicht bedacht.

Welches Tier ist sinnvoll

Eltern können beispielsweise nicht erwarten, dass Kinder unter zwölf Jahren sich selbstständig um ein Tier kümmern können. Erziehungsexperten raten, Kindern erst mit vier Jahren kleinere Aufgaben im Zusammenhang mit der Tierhaltung, wie Wasser oder Futter reichen und das Fell bürsten, Schritt für Schritt zu übertragen. Auch die Tierpflege während eines Urlaubes sollte gesichert sein. Hat man die Entscheidung für ein Haustier getroffen, ist es wichtig zu überlegen, welches Tier überhaupt infrage kommt. Hunde benötigen beispielsweise einen täglichen Auslauf. Bei Katzen, Meerschweinchen oder Vögeln müssen hingegen Käfig, Futternapf und Tiertoilette immer sauber gehalten werden. Die Webseite des Forschungskreises Heimtiere in der Gesellschaft gibt Auskunft über diverse Kriterien, die bei der Anschaffung eines Haustieres zu beachten sind. Unter anderem zeigt eine Übersichtstabelle je Tierart, wie viel Zeit für die tägliche Pflege benötigt wird, ab welchem Kindesalter eine Anschaffung überhaupt sinnvoll ist und mit welchen laufenden Kosten zu rechnen ist.

Die Haftung eines Tierhalters

Von der richtigen Auswahl des Tieres abgesehen, sollte zudem beachtet werden, dass Haustiere auch Schäden anrichten, für die ein Tierbesitzer einstehen muss. Als Tierhalter haftet man nämlich für alle Schäden, die es anrichtet. Zwei Beispiele aus dem Alltag: Ein Hund erschreckt sich, läuft auf die Straße und verursacht einen Autounfall; oder eine Katze zerkratzt den Designermantel eines Besuchers. Richtig teuer wird es dann, wenn Personen bei einem Missgeschick des Tieres so schwer verletzt wurden, dass sie nicht mehr arbeiten können. Eine entsprechende Haftpflichtversicherung fängt die finanziellen Folgen auf.

Für viele Tierarten reicht die Privathaftpflicht-Police

Wer eine Privat-Haftpflichtversicherung hat, ist durch diese Police für Schäden, die zahme Haustiere oder gezähmte Kleintiere – von der Maus über das Kaninchen bis hin zur Katze – anrichten, versichert. Nicht unbedingt automatisch in der Privathaftpflicht-Police mitversichert sind Spinnen, Schlangen, Reptilien oder sonstige exotische Tiere. Jedoch ist oftmals auf Anfrage ein Einschluss dieser Tierarten möglich. Ein Halter eines Hundes, eines Pferdes, von sonstigen Reit- und Zugtieren sowie von Tieren, die zu gewerblichen oder landwirtschaftlichen Zwecke eingesetzt werden, benötigt eine separate Tierhalter-Haftpflichtversicherung. Je nach Tierart fängt die Jahresprämie für eine derartige Police – meist mit einer vereinbarten Selbstbeteiligung – bei unter 100 Euro pro Jahr an. Wichtig ist, dass im Haftpflichtvertrag eine ausreichend hohe Versicherungssumme von mindestens drei Millionen Euro vereinbart ist. Nur dann ist bei einem hohen Schaden sichergestellt, dass die Schadenshöhe nicht die Versicherungssumme übersteigt und der Tierhalter den Differenzbetrag übernehmen muss.


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