Lücken im gesetzlichen Unfallschutz für Heimarbeiter

Wer als Heim- oder Telearbeiter einen Unfall erleidet, steht nur unter bestimmten Bedingungen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.


5.11.2012 (verpd) Zwar genießen Arbeitnehmer, die Heimarbeit im klassischen Sinne verrichten oder an einem Telearbeitsplatz von zu Hause aus arbeiten, einen gesetzlichen Unfallschutz, wie der Spitzenverband der gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV) betont. Doch es gibt Fälle, bei denen eine gesetzliche Absicherung nicht gegeben ist. „Alle Tätigkeiten, die in einem inneren Zusammenhang mit der Arbeit stehen“ fallen auch für Heim- und Telearbeiter unter den gesetzlichen Unfallschutz, wie der Spitzenverband der gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV) mitteilt. Eine genauere Definition ist nicht verallgemeinerbar, weil sich das aus dem jeweiligen Arbeitsvertrag ergebe.

Dienstliche Aufgaben sind versichert

Der gesetzliche Unfallschutz gilt in der Regel für alle dienstlichen Aufgaben, die man im Arbeitszimmer verrichtet, aber auch beim Transportieren oder Instandhalten eines Arbeitsgerät wie beispielsweise eines Druckers oder Computers. Wie bei jedem Kollegen im Betrieb sind nach DGUV-Angaben „auch Dienstreisen und die Wege vom Büro zum Betrieb“ versichert, „zum Beispiel um an einer Konferenz teilzunehmen“. Der Versicherungsschutz gelte dann, sobald man die Haustür verlassen habe.

Lücken des gesetzlichen Absicherung

Vorsicht ist allerdings außerhalb des häuslichen Dienstbereichs geboten. Denn in den übrigen Räumen der Wohnung ist der Heimarbeiter nicht gesetzlich unfallversichert, teilt der DGUV mit. Das gilt beispielsweise auf dem Weg zum Badezimmer. Ein gesetzlicher Unfallschutz besteht außerdem nicht, wenn man für private Angelegenheiten seine Arbeit unterbricht. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn der Heimarbeiter während der Fahrt zur Firma oder zu einem Kunden noch schnell einkaufen geht und dabei verunglückt. Auch im Krankheitsfall reicht die gesetzliche Absicherung in der Regel nicht, um die Einkommenseinbußen bei einer vorübergehenden Arbeits- oder einer bleibenden Berufsunfähigkeit auszugleichen.

Rundumschutz

Die private Versicherungswirtschaft bietet jedoch zahlreiche Lösungen, um sowohl einen fehlenden gesetzlichen Versicherungsschutz als auch die eventuell durch Unfall oder Krankheit auftretenden Einkommenslücken abzusichern. Zu nennen sind hier eine private Unfall-, eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeits- oder auch eine Krankentagegeld-Versicherung. Eine private Unfallversicherung leistet beispielsweise unabhängig davon, ob sich ein Unfall während einer beruflichen oder privaten Tätigkeit ereignet. Mit einer vertraglich vereinbarten Invaliditätssumme wäre unter anderem ein barrierefreier Umbau der Wohnung möglich, falls eine versicherte Person einen bleibenden Schaden aufgrund eines Unfalls hat. Grundsätzlich ist es ratsam, einen Versicherungsfachmann zu fragen, welche Absicherung sinnvoll ist.


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