Rente erst mit 69 Jahren?

Bis 2029 wird das Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Das geht den Wirtschaftsweisen angesichts der demografischen Entwicklung nicht weit genug, wie aus einem aktuellen Gutachten hervorgeht.


30.5.2011 (verpd) Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – bekannt als die Wirtschaftsweisen – legte vor Kurzem ein Sondergutachten zur Herausforderung des demografischen Wandels vor. Darin forderte er, dass das gesetzliche Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung der zukünftigen Rentnergenerationen gekoppelt werden sollte. Das hätte zur Folge, dass das Renteneintrittsalter weiter anstiege – und zwar 2045 auf 68 Jahre und 2060 auf 69 Jahre. Bereits im Vorwort des Sondergutachtens mit dem Titel„Herausforderungen des demografischen Wandels“ ist zu lesen: „Der demografische Wandel vollzieht sich in Form einer rückläufigen Bevölkerungszahl und einer steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung.“ Die daraus resultierenden ökonomischen Konsequenzen hält der Sachverständigenrat für beherrschbar. Dies setze allerdings voraus, dass von der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik die notwendigen Maßnahmen ergriffen würden.

Sozialversicherungen sind betroffen

Handlungsbedarf wird insbesondere im Bereich der Sozialversicherungen gesehen. Hier tragen nach Ansicht des Rats vor allem die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung „zu einem erheblichen Teil zu einer Tragfähigkeitslücke der öffentlichen Finanzen bei.“ Der Sachverständigenrat hält es daher für „zwingend notwendig“, dass die vorgesehene Erhöhung auf die „Rente mit 67“ im Jahr 2029 umgesetzt wird. Ab dann soll das gesetzliche Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung der zukünftigen Rentnergenerationen gekoppelt werden.

Schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 69 Jahre

Das hätte zur Folge, dass das Renteneintrittsalter weiter anstiege – und zwar 2045 auf 68 Jahre und 2060 auf 69 Jahre, was auch für die Beamtenversorgung gelten soll. Für spezielle Berufe könnten allerdings besondere Lösungen geprüft werden. Im Gesundheitswesen müsse es zudem endlich gelingen, die Märkte für Gesundheitsleistungen so zu regulieren, dass der Wettbewerb zwischen Anbietern von Gesundheitsleistungen ein qualitativ und quantitativ anspruchsvolles Versorgungsniveau möglichst kostengünstig sicherstelle, heißt es in dem Papier weiter. Das 211-seitige Gutachten steht als PDF-Datei zum kostenfreien Download bereit.

Private Vorsorge dringend notwendig

Ob die Politiker tatsächlich dem Rat der Wirtschaftsweisen folgen und das Rentenalter auf 69 Jahre erhöhen, bleibt abzuwarten. Ziemlich wahrscheinlich ist jedoch, dass die gesetzliche Rentenversicherung künftig wohl immer weniger Leistungen für die jeweils betroffenen Generationen zur Verfügung stellen kann. Daher ist bereits heute eine private Vorsorge dringend notwendig, um später im Alter finanziell abgesichert zu sein und den Lebensstandard halten zu können. Je früher man mit einer Altersvorsorge beginnt, desto mehr Vorteile bezüglich der Prämienhöhe und des später zur Verfügung stehenden Kapitals bestehen. Hilfe zu den Fragen, welche Vorsorgemaßnahmen für den Einzelnen individuell sinnvoll sind und wie eine entsprechende Absicherung aussehen kann, gibt es beim Versicherungsfachmann.


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