Schutzschirm für die Firmenelektronik

Fast keine Firma kommt heutzutage mehr ohne Computer, Telefonanlage und andere EDV-Geräte aus. Zahlreiche Risiken können jedoch zu kostspieligen Beschädigungen an der elektronischen Ausstattung führen. Doch es gibt eine Absicherung.


19.9.2011 (verpd) Viele Unternehmen müssen regelmäßig in mobile Computerlösungen, schnellere PCs und weitere Neuentwicklungen im Elektronik- und Maschinenbereich investieren. Damit vergrößert sich nicht nur die technische Ausstattung, sondern auch das finanzielle Risiko durch Beschädigung, Zerstörung oder Verlust. Dies hat auch die Versicherungswirtschaft erkannt und bietet vielfache Absicherungs-Möglichkeiten. Im Zusammenhang mit Telefon- oder Computeranlagen, elektronischen Messgeräten und Maschinen können die unterschiedlichsten Schäden entstehen, zum Beispiel:
  • die Folgen der „klassischen” Elementarereignisse Feuer und Sturm,
  • weitere Elementarschäden wie Erdbeben, Lawinen und Überflutungen,
  • Leitungswasserschäden,
  • Einbruchdiebstahl,
  • Überspannungen,
  • Sabotage, auch durch Viren und Hacker,
  • Bedienungsfehler.
Neben den Kosten für Reparatur oder Ersatz der Maschinen drohen weitreichende Folgekosten. Dazu gehören:
  • Rekonstruieren verlorener Daten,
  • Verluste durch Stillstand des Betriebs,
  • Konventionalstrafen wegen nicht eingehaltener Liefertermine.

Grundabsicherung durch Geschäfts-Inhaltsversicherung

Die Inhaltsversicherung für das Inventar von Werkstatt, Lager, Ladengeschäft und Büro schließt normalerweise auch alle elektronischen Geräte und Anlagen ein. So sind üblicherweise Computer, Kassenanlagen, Elektronikwaren und die Hightech-Werkstattausrüstungen sowie Maschinen gegen die gleichen Gefahren geschützt wie die übrige Ware und Geschäftsausstattung. Kein Versicherungsschutz besteht im Rahmen der Inhaltsversicherung für Schäden durch einfachen Diebstahl, Unterschlagung, Bedienungsfehler, Sabotage und so weiter. Normalerweise ausgeschlossen sind ferner Schäden außerhalb der Geschäftsräume, zum Beispiel der Einbruchdiebstahl von Ware oder Werkzeug aus dem Firmenwagen.

Elektronikversicherung leistet mehr

Computer- und Telefonanlagen, Fotokopierer, Handys, elektronische Messgeräte und ähnliche Geräte können über eine Elektronikversicherung wesentlich umfangreicher abgesichert werden als über die Geschäfts-Inhaltsversicherung, die nach Angaben der Versicherungswirtschaft nur fünf Prozent aller EDV-Schäden abdeckt. Denn die Elektronikversicherung ist eine sogenannte Allgefahrendeckung, bei der alles mitversichert ist, was nicht ausdrücklich vom Versicherungsschutz ausgenommen ist. So sind über den Umfang der Inhaltsversicherung hinaus unter anderem versichert:

  • Überspannung,
  • Schmor- und Sengschäden,
  • Bedienungsfehler,
  • Vandalismus und
  • einfacher Diebstahl.
Die Versicherung gilt je nach Vereinbarung nur in den Geschäftsräumen oder auch außerhalb, zum Beispiel im Auto oder auf Baustellen. Wenn eine Elektronikversicherung abgeschlossen wird, können die darin eingeschlossenen Geräte aus der Geschäftsinhalts-Versicherung ausgeklammert werden, um eine Doppelversicherung zu vermeiden.

Spezielle Computerversicherungen

Über den Leistungsumfang der Elektronikversicherung hinaus gibt es bei Bedarf weitere Möglichkeiten zur Absicherung. Die Datenträgerversicherung tritt ein bei Verlust von Computerdaten. Sie übernimmt die Kosten für die erneute Erfassung oder Rekonstruktion von Daten, zum Beispiel nach Feuer, Diebstahl, Bedienungsfehlern oder Sabotage. Versicherungsschutz besteht jedoch nur unter der Voraussetzung, dass eine ordnungsgemäße Datensicherung betrieben wird. Nach einem Sachschaden können zusätzliche Kosten für die Auslagerung der EDV-Anlage in ein Rechenzentrum oder ein befreundetes Unternehmen und für Überstunden des eigenen Personals anfallen, um den Ausfall schnellstmöglich zu beenden. Solche Aufwendungen trägt die Mehrkostenversicherung. Für Schäden durch Sabotage, zum Beispiel wenn betrügerische oder frustrierte Mitarbeiter manipulierte Zahlungen veranlassen, tritt die Computermissbrauchs-Versicherung ein. Die Versicherung zahlt allerdings nur, wenn der Täter festgestellt werden kann. Vereinzelt wird auch Versicherungsschutz geboten für Angriffe von außerhalb des Unternehmens, zum Beispiel durch Hacker oder Viren.

Schäden vorbeugen durch einfache Vorsorgemaßnahmen

Gerade im Bereich der Elektronik können Unternehmer eine Reihe wirksamer Vorbeugemaßnahmen ergreifen, damit ein Schaden gar nicht erst eintritt. Dazu gehören:

  • Überspannungsfilter in das Stromnetz einbauen,
  • tägliche Datensicherung durchführen,
  • gesicherte Daten außerhalb des Betriebs aufbewahren und die
  • Internetverbindung durch Virenscanner und Firewall sichern.

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