Sicher auf herbstlichen Straßen

Das nasskalte Wetter im Herbst ist nicht nur unangenehm, sondern sorgt auch für diverse Unfallgefahren. Worauf Autofahrer in dieser Jahreszeit besonders achten sollten, um sicher ans Ziel zu kommen.


24.10.2011 (verpd) Während die Sonne in den letzten Wochen noch öfters zu sehen war, werden die Tage nun immer regnerischer, windiger und kälter. Mit dem schlechten Wetter kommen auch die typischen Gefahrenquellen, mit denen die Autofahrer im Herbst rechnen müssen. Grundsätzlich sollten Fahrzeuglenker nicht nur im Winter, sondern bereits im Herbst besonders vorausschauend sowie umsichtig fahren und stets bremsbereit sein. Gerade in den Morgen- und Abendstunden muss beispielsweise immer wieder mit Sichtbehinderung durch Nebel gerechnet werden. Das Tückische daran ist, dass Nebelschwaden teils auch nur vereinzelt auftreten, zum Beispiel in Flussniederungen, während andere Strecken davon nicht betroffen sein müssen.

Sicht weg, Gas weg

Laut Straßenverkehrsordnung darf man nur so schnell fahren, wie es die Sicht zulässt. Beträgt die Sichtweite bei Regen, Schnee oder Nebel unter 50 Meter, ist die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h auch auf Autobahnen begrenzt. Zudem verdoppelt sich der zulässige Abstand zum Vordermann. Als Orientierung dienen die Leitpfosten, sie stehen jeweils 50 Meter auseinander. Sieht man nur einen Pfosten, beträgt die Sichtweite in der Regel weniger als 50 Meter. Grundsätzlich muss man bei schlechten Sichtverhältnissen mit Licht fahren und darf bei einer Sicht unter 50 Metern auch die Nebelschlussleuchte einschalten. Wer diese Regeln missachtet, erhöht nicht nur die Unfallgefahr für sich selbst, sondern kann auch mit einem Bußgeld und Punkten im Verkehrszentralregister bestraft werden.

Gefährliche Rutschpartie

Nasses Laub und teils auch überfrierende Nässe sind Schuld daran, dass viele Straßen im Herbst zu Rutschfallen werden. An Ausfahrten von Feldwegen kann es durch verschmutzte Stellen ebenfalls rutschig sein, denn auch im Herbst müssen Landwirte teils noch ihre Ernte einholen oder die Felder bearbeiten. Grundsätzlich müssen die Autofahrer also auch in dieser Jahreszeit noch mit langsam fahrenden, oft schlecht beleuchteten landwirtschaftlichen Fahrzeugen rechnen. Zudem sollten die teils überbreiten Fahrzeuge nur überholt werden, wenn die Straße genügend Platz dazu bietet und keine Kurven oder andere Hindernisse die Sicht auf den möglicherweise entgegenkommenden Verkehr verhindern.

Riskante Futtersuche

Im Herbst häufen sich zudem die Unfälle mit Wildtieren. Vor allem in der Dämmerung am Morgen und am Abend ist die Unfallgefahr besonders hoch. Viele Tiere überqueren dann nämlich auch stark befahrene Straßen, um auf Futtersuche zu gehen. Erhöhte Aufmerksamkeit ist insbesondere in der Nähe von Waldstücken angebracht. Hier sollten Autofahrer langsam fahren und bremsbereit sein. Kommt es dennoch zu einem Zusammenstoß mit einem Tier, empfiehlt es sich, die Polizei zu rufen. Grundsätzlich ist auch der zuständige Jagdpächter zu informieren. Wer eine Teilkasko-Versicherung hat, bekommt den Schaden, der durch den Zusammenstoß mit einem Haarwild entstanden ist, ersetzt. Was zum Haarwild zählt, ist in Paragraf 1 BJagdG (Bundesjagdgesetz) geregelt. Dazu gehören beispielsweise Rehe, Hasen, Füchse und Wildschweine. Tiere wie Rinder, Pferde, Vögel oder Hunde zählen hier jedoch nicht dazu. Allerdings bieten zahlreiche Versicherer bereits eine Erweiterung der Teilkasko-Versicherung an, damit auch eine Kollision mit diesen und anderen Tieren abgedeckt ist.

Der passende Kaskoschutz

Übrigens: Eine Teilkasko-Versicherung tritt unter anderem auch ein, wenn das Fahrzeug bei Diebstahl, Brand, Hagel, Sturm oder Überschwemmung beschädigt wird. Ist ein Auto vollkaskoversichert, ist automatisch auch der Teilkasko-Schutz mit eingeschlossen. Darüber hinaus deckt eine Vollkasko-Versicherung auch die eigenen Kfz-Schäden, die durch einen fahrlässig selbstverschuldeten Unfall verursacht wurden. Sie erstattet zudem Kosten, die durch mut- und/oder böswillige Beschädigung des Fahrzeuges durch Fremde oder durch einen Unfall, bei dem kein anderer haftbar gemacht werden kann – beispielsweise durch einen geplatzten Reifen –, entstanden sind. Bei Schadenszahlungen, die auf Risiken zurückzuführen sind, die von der Teilkasko-Versicherung abgedeckt werden, erfolgt keine Schlechterstellung des Schadenfreiheitsrabatts in der Vollkasko-Versicherung.


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