Sicherheit für die Mieze

Schätzungsweise leben mehr als acht Millionen Katzen in deutschen Haushalten. Unfälle oder Missgeschicke sind auch bei diesen Tieren nicht auszuschließen. Das kann ohne eine entsprechende Absicherung für den Tierbesitzer jedoch teuer werden.


13.2.2012 (verpd) Das häufigste Haustier in Deutschland ist die Katze. Experten schätzen, dass es rund fünf Millionen Hunde, aber über acht Millionen Katzen hierzulande gibt. Katzenbesitzer unterschätzen jedoch manchmal die Gefahren, die ihre Lieblinge bedrohen und im Fall des Falles hohe Kosten nach sich ziehen können. Offene Fenster und Balkontüren sind für Katzen, die auch im Haus gehalten werden, ein erhebliches Risiko. In gekippten Fenstern und Türen können sich die Tiere leicht einklemmen, wenn sie versuchen ins oder aus dem Haus zu kommen. Schwere oder sogar tödliche Verletzungen können die Folge sein.

Begabte Kletterer mit Absturzrisiko

Viele Katzenbesitzer glauben zudem, dass die Vierbeiner aufgrund ihrer angeborenen Geschicklichkeit nicht vom Fensterbrett oder Balkongeländer stürzen können. Allerdings lassen sich Katzen schnell von Vögeln, Fliegen, Schmetterlingen und bewegten Gegenständen ablenken oder erschrecken und schaffen es manchmal nicht mehr, sich auf der glatten Fensterbank oder dem Balkongeländer festzuhalten. Ein Fall aus großer Höhe ist auch für eine Katze lebensgefährlich. Fenster oder Balkone sollten daher mit geeigneten Schutzvorrichtungen versehen werden. Zudem sollten alle Fenster unbedingt geschlossen oder zumindest gesichert werden, wenn man während seiner Abwesenheit diese gekippt lassen möchte. Entsprechende Kippfenster-Schutzvorrichtungen gibt es unter anderem im Zoofachhandel.

Gefährliche Neugier

Viele, vor allem junge Katzen sind äußerst neugierig. Heiße Herdplatten, Bügeleisen oder brennende Kerzen sind daher ein Risiko. Zum einen können sich die Tiere insbesondere an den Pfoten und den Schnurrhaaren verbrennen, zum anderen kann das versehentliche Umstoßen einer brennenden Kerze einen schweren Wohnungsbrand auslösen. Eine offene Waschmaschinen- oder Trocknertür, offene Schränke und Schubladen aber auch nicht mit Gittern gesicherte Abluft und Heizschächte an Wand und Boden könnten Katzen als vermeintliche Rückzugsorte auswählen. Nicht immer können sie diese Verstecke ohne Hilfe verlassen.

Falsche Spielzeugwahl

Auch bei der Auswahl des Spielzeugs ist Vorsicht geboten. Wollknäuel, dünne Bindfäden oder kleine Schaumgummibällchen sind als Katzenspielzeug ungeeignet, denn verschluckte Fäden oder Gegenstände könnten zu Verdauungsproblemen oder gar zu Darmverschluss führen. Kleine Kugeln aus Alufolie sind giftig, wenn sie verschluckt werden. Katzen verkriechen sich oft gerne in Tüten und Schachteln. Bei herumliegenden Plastiktüten besteht jedoch Erstickungsgefahr. Spielen die Vierbeiner mit Gummis und Bändern könnten sie sich darin verheddern und schlimmstenfalls selbst erdrosseln. Laserpointer laden zwar gerade dazu ein, dass man die Katze dem roten Lichtpunkt nachjagen lässt, doch die Laserstrahlung kann das Tierauge erheblich schädigen, was bis zur Erblindung führen kann.

Giftige Zimmerpflanzen

Nicht immer sind Katzen beim Fressen und Trinken wählerisch. Daher sind risikoreiche Flüssigkeiten wie Reinigungs-, Desinfektions- und Schädlings-Bekämpfungsmittel, aber auch gedüngtes Gießwasser stets fest verschlossen aufzubewahren. Selbst Zimmerpflanzen könnten zum Gesundheitsrisiko der tierischen Lieblinge werden, denn viele sind für Katzen giftig. Viele Vierbeiner fressen nämlich, wie beim Katzengras, auch andere Pflanzen an. Unter anderem sollte Folgendes nicht im Wohnbereich von Katzenbesitzern stehen: Weihnachtsstern, Alpenveilchen, Azalee, Amaryllis, Baumfreund, Calla, Gummi- und Drachenbaum, Dieffenbachie sowie Fensterblatt. Informationen, welche Zimmerpflanzen nicht in der Umgebung von Katzen stehen sollten, geben Tierärzte, Tierkliniken und auch einige Tierheime. Informationen dazu gibt es auch im Internet.

Tierarztkosten im Griff

Hat die Katze bereits eine giftige Pflanze angefressen und zeigt Krankheitssymptome, sollte sie umgehend zum Tierarzt gebracht werden. Wichtig ist zudem, den Tierarzt darüber zu informieren, um welches Gewächs es sich handelte. Am besten nimmt man ein Stück von der Pflanze mit, damit der Tierarzt rasch eine zielgerichtete Therapie einleiten kann. Notwendige Tierarztbehandlungen können schnell einen vierstelligen Betrag erreichen. Insbesondere aufwendige Operationen, beispielsweise nachdem die Katze vom Auto angefahren wurde, sind sehr teuer. Wer sichergehen will, dass sein kleiner Liebling in Notsituationen die Hilfe bekommt, die er benötigt, ohne dass das Haushaltsbudget stark strapaziert wird, sollte eine spezielle Krankenversicherung für Katzen, die es im Übrigen auch für Hunde gibt, abschließen. Diese würde dann den Großteil der Behandlungskosten, abzüglich eines meist kleinen Selbstbehaltes, übernehmen. Mehr Informationen, wie man seinen Vierbeiner am besten absichern kann, gibt es beim Versicherungsexperten.

Wenn die Katze eine Dummheit begeht

Alle Tierbesitzer haften gemäß Paragraf 833 Satz 1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) für Schäden, die ihre Lieblinge, egal ob Hund oder Katze, verursachen. Auch Kleintiere wie Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen oder Vögel können unter Umständen Sach- oder Personenschäden anrichten. Läuft beispielsweise eine Mieze unvorsichtig über die Straße und bringt dadurch einen Fahrradfahrer zum Stürzen, kann der Tierhalter für den entstandenen Schaden in die Pflicht genommen werden. Während für Hunde meist eine separate Tierhalterhaftpflicht-Versicherung notwendig ist, können sich Katzen- und Kleintierbesitzer freuen. Normalerweise sind Schäden, die diese Haustiere bei anderen verursachen, automatisch in der Privathaftpflicht-Versicherung mitversichert. Allerdings ist es wichtig, überhaupt eine Privathaftpflicht-Police zu haben.


< Keine Existenzsorgen im Invaliditätsfall

Nehmen Sie Kontakt auf

Gerne beantworten wir alle Ihre Fragen – rufen Sie uns dazu einfach an oder schicken uns eine kurze Nachricht.

SHL Gruppe

Elsenheimerstr. 49
80687 München

Telefon +49 (0)89 769 772-0
Telefax +49 (0)89 769 772-99

info@shlgruppe.de