Sinnvoller Einbruchschutz für Firmengebäude

Jedes Jahr verzeichnet die Polizei rund 150.000 Einbruchdiebstähle in Gewerbeobjekten sowie Praxen und Büros von Freiberuflern. Mit welchen Sicherheitsvorkehrungen Unternehmer dieses Risiko für ihre eigene Firma minimieren können.


16.9.2013 (verpd) Einbrecher verursachen bei gewerblichen Objekten, Praxen und Firmenbüros jährlich einen Gesamtschaden von rund 300 Millionen Euro. Zahlreiche Einbrüche könnten verhindert oder zumindest die Schadenhöhe reduziert werden, wenn die Firmeninhaber entsprechende Präventionsmaßnahmen ergreifen würden, so die Polizei. Welche dies sind, zeigt eine kostenlose 40-seitige Broschüre. Ob Kiosk, Ladenlokal, Anwaltskanzlei, Arztpraxis, Handwerks- oder Produktionsbetrieb bis hin zum Industriekomplex – kein Gewerbeobjekt ist vor einem Einbruchdiebstahl sicher. Betroffen sind nach Aussagen der Polizei dabei nicht nur Gebäude und Hallen in abgelegenen Gewerbegebieten oder unbewohnte Büro- und Geschäftshäuser, sondern auch Objekte inmitten bewohnter Gebiete – insbesondere wenn diese nur unzureichend gesichert sind. Beliebte Diebesbeute sind nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) vor allem Waren, Bargeld, Maschinen, Büroausstattung oder andere hochwertige Ausrüstungsgegenstände. Häufig werden auch die Einrichtung oder wichtige Geschäftsunterlagen und -daten zerstört oder beschädigt.

Warum Alarmanlagen und sonstige Sicherungen nicht umsonst sind

In der Folge solcher Schäden kann es schnell zu Produktionsausfällen oder Betriebsstillständen kommen, die im Extremfall sogar die Insolvenz der Firmen nach sich ziehen können. Doch mit den richtigen Sicherheitsvorkehrungen und der passenden Absicherung kann man das Risiko deutlich reduzieren. Nach Angaben der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes wirkt eine sichtbare Sicherungstechnik nämlich eher abschreckend als anziehend, denn je besser der Einbruchsschutz, desto länger benötigt ein Einbrecher und desto größer ist das Entdeckungsrisiko für ihn. Häufig seien Einbrecher zudem keine gut ausgerüsteten Profis, sondern nur Gelegenheitstäter, die sich oft schon durch einfache, aber wirkungsvolle technische Sicherungen von einem Einbruch abhalten lassen.

Kostenlose Sicherheitstipps

Der GDV hat zusammen mit der VdS Schadenverhütung GmbH und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes zur Schadenprävention die Broschüre „Schlechte Geschäfte für Einbrecher“ verfasst. Der Ratgeber enthält zahlreiche Tipps, wie sich Gewerbetreibende und Freiberufler vor ungebetenen Besuchern in ihren Firmenräumen schützen. Die 40-seitige Broschüre ist bei jeder Polizeidienststelle erhältlich und kann im Internet als PDF-Datei heruntergeladen werden. Unter anderem wird Folgendes empfohlen:

  • Einbauen von mechanischen Sicherungen. Voraussetzung dafür sind stabile Wände, Decken und Böden. Darüber hinaus Einbau von geprüften einbruchhemmenden Türen und Fenstern.
  • Nachträgliches Sichern von Türen, Ganzglastüren, automatischen Schiebetüranlagen, Durchgängen und Schaufenstern durch Rollläden, die am besten innenseitig montiert werden.
  • Alarmanlage durch qualifizierte Unternehmen einbauen lassen. Eine Liste mit Adressen ist bei den (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen in vielen Bundesländern erhältlich.
  • Installation einer Videoüberwachung. Diese hat eine abschreckende Wirkung auf Einbrecher und kann der Polizei wichtige Informationen für die Täterverfolgung liefern.
  • Kooperation mit einem qualifizierten Wach- und Sicherheitsunternehmen, das die Polizei frühzeitig alarmieren kann.
  • Für eine ausreichende Beleuchtung sorgen: Diese ersetzt allein allerdings keine technischen Sicherungen.
  • Gebäude oder Grundstücke einfrieden: Mauern oder Zäune wirken wie Barrieren.
Unabhängige, produktneutrale und kostenlose Informationen und persönliche Tipps gibt es zudem bei den bundesweiten (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen. Die Experten der Polizei stellen gegebenenfalls auch vor Ort Schwachpunkte fest und unterbreiten Sicherungsvorschläge. Die Adressen zu den lokalen Beratungsstellen sind im Internet aufgelistet.
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