So „riestern“ die Deutschen

Bestimmte Varianten der staatlich geförderten Altersvorsorge finden nach aktuellen Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales weiter großen Zuspruch in der Bevölkerung.


(verpd) Die Zahl der Riester-Sparer ist zwischen Oktober und Dezember 2010 um 311.000 auf 14,397 Millionen angestiegen. Sowohl im Schlussquartal als auch auf Jahressicht setzte sich der Wohn-Riester-Boom fort. Das zeigen die aktuellen Riester-Zahlen aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Im vierten Quartal 2010 haben Versicherer, Banken, Fondsgesellschaften und Bausparkassen netto 311.000 neue Riester-Verträge verkauft. Dies entspricht zwar einer Steigerung zum Vorquartal von rund einem Drittel.

Wohn-Riester-Boom hält an

Versicherungen kamen auch im vierten Quartal mit 135.000 neuen Riester-Abschlüssen auf den höchsten Anteil. Wie in den Vorquartalen landeten Wohn-Riester-Verträge auf dem zweiten Rang. Im Schlussquartal waren es 81.000 Neuverträge, was einem Anteil von 26,1 Prozent entspricht. Die Fondsbranche setzte 67.000 Neupolicen ab (Anteil: 21,5 Prozent), die Geldinstitute 28.000 neue Riester-Banksparpläne (Anteil: neun Prozent). 

Verschiedene Riester-Formen

Riester-Verträge gibt es in insgesamt vier Varianten. Neben Riester-Rentenversicherungen werden auch Riester-Fondssparpläne, Riester-Banksparpläne und neuerdings der sogenannte „Wohn-Riester“ angeboten, mit dem auch selbstgenutztes Wohneigentum in die staatlich geförderte Altersvorsorge eingebunden wurde.

Die Versicherungen haben allerdings klar die Nase vorn. Rund drei Viertel der Deutschen haben diese Form der staatlich geförderten Altersvorsorge gewählt, während sich etwa ein Fünftel für die Fonds-Variante entschieden hat. Banksparpläne und „Wohn-Riester“-Verträge sind weniger beliebt und kommen auf keine nennenswerten Marktanteile.

Versicherungen weiterhin beliebteste Riester-Variante

Auf Jahressicht erhöhte sich Zahl der Riester-Verträge um 1,144 Millionen auf 14,397 Millionen. Auch hier hatten die Versicherungen mit 586.000 Neuabschlüssen (51,2 Prozent) die Nase vorn. Dahinter folgten Wohn-Riester-Policen mit 294.000 Neuverträgen (25,7 Prozent) vor Riester-Fonds mit 186.000 neuen Policen (16,3 Prozent) und Riester-Banksparplänen mit 78.000 Neuabschlüssen (6,8 Prozent). Im Gesamtbestand kommen Riester-Versicherungsverträge mit 10,380 Millionen Policen auf den höchsten Anteil. Die Wohn-Riester-Anbieter konnten ihren Anteil auf 3,4 Prozent mehr als verdoppeln.

So funktioniert das Riestern

Der Staat beteiligt sich bei einem Riester-Vertrag mit einer sogenannten Grundzulage von 154 Euro im Jahr an der Vorsorge jedes Riester-Sparers. 185 Euro pro Jahr zusätzlich gibt es für jeden kindergeldberechtigten Sprössling. Sind die Kinder ab dem 1. Januar 2008 geboren, sind es sogar 300 Euro. Bis zu 2.100 Euro sind im Jahr steuerlich absetzbar. Um die volle Förderung zu bekommen, muss man jedoch mindestens vier Prozent seines sozialversicherungs-pflichtigen Vorjahreseinkommens einzahlen. Für den Eigenbeitrag hat der Gesetzgeber eine Untergrenze von 60 Euro im Jahr oder fünf Euro im Monat festgelegt. Bei der Berechnung des eigenen Beitragsanteils ist jeder Versicherungsvermittler gerne behilflich.


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