So (un)gesund leben die Deutschen

Eine aktuelle Studie zeigt das Gesundheitsverhalten der Bundesbürger in den Lebensbereichen Bewegung, Ernährung, Tabak- und Alkoholkonsum sowie Stressempfinden. Die Ergebnisse sind teils erschreckend.


22.10.2012 (verpd) Wie gesund lebt Deutschland? Ein privater Krankenversicherer hat in diesem Jahr erneut Antworten auf diese Frage gesucht. Die Ergebnisse sind überwiegend ernüchternd: In den analysierten fünf Gesundheitsbereichen konnten lediglich elf Prozent aller befragten Personen aufzeigen, dass sie rundum gesund leben indem sie national wie international anerkannte Gesundheitsempfehlungen einhalten. Bei der letzten Umfrage im Jahr 2010 waren es noch 14 Prozent. Bei der Vorstellung der vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln erarbeiteten Studie, verdeutlichte der Auftraggeber, ein privater Krankenversicherer, dass die Bevölkerung in der Tendenz immer übergewichtiger werde. Im Rahmen der Umfrage sollten die Befragten ihr eigenes Verhalten in den fünf Gesundheitsbereichen Bewegung (mindestens zweieinhalb Stunden die Woche), gesunde Ernährung, Raucher/Nichtraucher, gelegentlicher geringer Alkoholkonsum und Stressbewältigung bewerten.

Frauen und Ältere leben gesünder als Männer und Jüngere

Alle fünf Hürden konnten nur neun Prozent der Männer nehmen, während der Wert für Frauen bei 13 Prozent lag. Insgesamt waren es elf Prozent. Frauen ernähren sich gesünder, trinken weniger Alkohol und sind weniger gestresst, wird in der Studie herausgestellt. Menschen ab 65 Jahre schneiden bei der Ernährung, Rauchen, Stress und Bewegung am besten ab. Insgesamt erfüllen 17 Prozent alle Kriterien. Bei jungen Menschen zwischen 18 und 29 Jahren sind es nur sieben Prozent. Von den über 65-Jährigen gaben 92 Prozent an Nichtraucher zu sein, bei den 18- bis 24-Jährigen waren es nur 70 Prozent.

Immer mehr Bewegungsdefizite

Als zugrunde liegende Maßstäbe für alle fünf Bereiche wurden national oder auch international anerkannte Gesundheitsempfehlungen angesetzt, wie zum Beispiel eine Minimalempfehlung an Bewegung von mindestens 150 Minuten in der Woche. Der letztgenannte Wert wird nach Studienergebnissen nur von 55 Prozent der Männer und 54 Prozent der Frauen erfüllt. Fast 30 Prozent der über 3.000 von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) befragten Personen gaben an, sich in der Freizeit nicht sportlich, also länger als zehn Minuten am Stück, zu bewegen. Der Report beruht auf einer telefonischen Umfrage und spiegelt durchgehend die subjektiven Einschätzungen der Befragten wider.

Mehr Nichtraucher und besserer Umgang mit Alkohol

Im Vergleich der Studienergebnisse 2010 und 2012 zeigt sich zum einen eine höhere Nichtraucherquote, nämlich ein Anstieg von 75 auf 78 Prozent. Und auch mit Alkohol wurde bewusster umgegangen. Das zumindest teilten 84 Prozent der Befragten mit. Vor zwei Jahren waren es noch 81 Prozent. Zum Themenbereich Alkoholkonsum gaben 17 Prozent an, den in der Studie genannten Grenzwert von gelegentlich nicht mehr als 0,2 Liter Wein oder 0,3 Liter Bier zu trinken, einzuhalten. Dies ist der zweithöchste Wert nach 20 Prozent in der Altersgruppe 18 bis 29 Jahre. Die Hürde für körperliche Bewegung schafften aber nur noch 54 Prozent (2010: 60 Prozent) und bei der gesunden Ernährung rutschte die Quote auf 47 Prozent (48 Prozent) ab. Auch Stress wird stärker empfunden, nur noch 47 Prozent (49 Prozent) erreichten hier die angesetzten Maßstäbe der Studienautoren.

Immer mehr Menschen sind übergewichtig

Deutliche Unterschiede im gesunden Leben ergaben sich auch bei einer regionalen Betrachtung. In Mecklenburg-Vorpommern schafften 18 Prozent alle fünf Hürden. In Baden-Württemberg waren es lediglich neun Prozent. In jedem Bundesland wurden mindestens 300 Personen befragt. Wie der Studienauftraggeber betont, zeigt sich ein negativer Verhaltenstrend der Deutschen zu immer mehr Bewegungsmangel, ungesunder Ernährung und Stress. Dies gehe einher mit einer Zunahme des Anteils übergewichtiger Menschen. Wie die Befragten selbst angaben, stieg dieser Anteil im Vergleich zu 2010 von 44 Prozent auf 46 Prozent an.


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