Sozialkassen mit 800 Millionen Euro im Plus

Das Sozialversicherungs-System hat im ersten Quartal von der guten konjunkturellen Entwicklung profitiert. Das Statistische Bundesamt hat Zahlen zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung präsentiert.


23.7.2012 (verpd) Das Statistische Bundesamt hat über die Entwicklung der deutschen Sozialversicherungs-Systeme im ersten Quartal berichtet. Diese haben einen Überschuss in Höhe von 800 Millionen Euro zu verzeichnen. Auffällig an den jetzt vorgelegten amtlichen Daten ist, dass die Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und sozialen Pflegeversicherung (SPV) stärker steigen als die Einnahmen. Die deutschen Sozialversicherungs-Systeme haben im ersten Quartal 2012 dank der weiterhin guten konjunkturellen Entwicklung insgesamt mit einem Überschuss von 800 Millionen Euro abgeschlossen. Im Jahr zuvor war das Plus mit rund 100 Millionen Euro deutlich geringer ausgefallen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden weiter mitteilte, summierten sich die Einnahmen in der Sozialversicherung – in Abgrenzung der Finanzstatistik – auf 129,4 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 1,7 Prozent. Die Ausgaben nahmen um 1,2 Prozent auf 128,6 Milliarden Euro zu. Die Sozialversicherung umfasst gesetzliche Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung, die gesetzliche Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte und die Bundesagentur für Arbeit.

Überschuss der GKV schmilzt auf 400 Millionen Euro

Die Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung nahmen trotz der von der Bundesregierung durchgesetzten Sparmaßnahmen bei Arzneimitteln um 3,5 Prozent auf 46,2 Milliarden Euro zu. Die Einnahmen wuchsen nur noch um 2,4 Prozent auf 46,7 Milliarden Euro. Im Ergebnis ging der Überschuss im Quartal auf rund 400 Millionen Euro von 900 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahresquartal zurück. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hatte im Juni über die finanzielle Entwicklung der GKV im Quartal berichtet. In der sozialen Pflegeversicherung stiegen die Ausgaben um 4,5 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro an. Die Einnahmenseite verbesserte sich um 3,5 auf 5,5 Milliarden Euro. Das Finanzierungsdefizit erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um rund 100 Millionen Euro auf jetzt 200 Millionen Euro.

Rentenversicherung reduziert Defizit

Die Einnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung stiegen im Berichtsquartal nach den Angaben von Destatis um 2,1 Prozent auf 61,9 Milliarden Euro. Die Ausgaben nahmen um 1,1 Prozent zu und erreichten damit 62,8 Milliarden Euro. Der Fehlbetrag reduzierte sich somit von 1,5 auf noch 0,9 Milliarden Euro. Destatis wies darauf hin, dass wegen der starken unterjährigen Schwankungen der Einnahmen und Ausgaben keine Rückschlüsse auf das Jahresergebnis gezogen werden könnten.

Bundesagentur für Arbeit baut Überschüsse aus

Die anhaltende positive Entwicklung am Arbeitsmarkt schlug sich bei der Bundesagentur für Arbeit in einem deutlich geringeren Ausgabevolumen nieder. Die Ausgaben sanken um 8,4 Prozent auf noch 8,4 Milliarden Euro. Auf der Einnahmenseite ergab sich ein Rückgang um 5,4 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Im Ergebnis konnte die Bundesagentur einen Einnahmenüberschuss von 1,3 Milliarden Euro ausweisen. Im Vorjahr hatte das Plus bei rund 700 Millionen Euro gelegen.


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