Vorteil Privatpatient

Privat Krankenversicherte kommen nach einer aktuellen Umfrage eines Krankenkassenverbandes schneller an einen Arzttermin und müssen auch nicht so lange im Wartezimmer auf eine Behandlung warten.


25.7.2011 (verpd) Nach wie vor müssen gesetzlich Krankenversicherte länger auf einen Termin oder eine Behandlung bei einem niedergelassenen Arzt warten als Privatversicherte. Während die Wartezeit der Kassenpatienten jedoch leicht abnimmt, steigt diejenige der Privatpatienten zum Teil deutlich an, wie eine aktuelle Umfrage eines Krankenkassenverbandes zeigt. Nach 2008 hat ein Krankenkassenverband erneut eine nach eigenen Angaben bevölkerungs-repräsentative Umfrage zu den Wartezeiten von Kassen- und Privatpatienten beim Arztbesuch und bei der Terminvergabe in Auftrag gegeben. Aktuell wurden von Kantar Health, einem Beratungs- und Marketingunternehmen im Bereich Gesundheitsvorsorge, im März 6.013 Bundesbürger ab 14 Jahren nach der CATI-Methode befragt. Den Angaben zufolge waren 86 Prozent gesetzlich und zwölf Prozent privat krankenversichert.

Alle Patienten bekommen schneller einen Arzttermin

Über alle Befragten hinweg ist die durchschnittliche Wartezeit auf einen Termin bei einem niedergelassenen Arzt um einen Tag auf 19 Tage zurückgegangen. Während 14 Prozent einen Termin für denselben Tag bekamen, mussten 16 Prozent ein bis zwei Tage warten. Bei 28 Prozent betrug die Wartezeit drei bis sieben Tage und bei 40 Prozent länger als sieben Tage. Auffällige Abweichungen zu der Untersuchung von vor drei Jahren sind hier nicht zu erkennen.

Kassenpatienten brauchen immer noch mehr Geduld

Beim Vergleich von Privat- und Kassenpatienten insgesamt zeigt sich, dass gesetzlich Krankenversicherte mit im Schnitt 20 Tagen immer noch deutlich länger auf einen Termin warten müssen als Privatversicherte mit 14 Tagen. Das gleiche Bild zeigt sich auch bei den Patienten ohne akute Beschwerden. Auch hier liegt die Wartezeit auf einen Termin von gesetzlich Krankenversicherten mit 25 Tagen klar über derjenigen von Privatversicherten mit 17 Tagen.

Privatpatienten werden schneller behandelt

Gut für alle: Neben der Wartezeit auf einen Termin ist auch die durchschnittliche Wartezeit für eine Behandlung von 28 Minuten in 2008 auf 27 Minuten in 2011 leicht zurückgegangen. Wie in der Untersuchung vor drei Jahren musste knapp die Hälfte maximal 15 Minuten warten. Dies traf auf 62 (2008: 56) Prozent der Privatpatienten, jedoch nur auf unverändert 47 Prozent der Kassenpatienten zu. Im Gegenzug ist der Anteil derjenigen Privatpatienten mit mehr als 15 Minuten Wartezeit von 43 auf 37 Prozent zurückgegangen. Bei den Kassenpatienten lag der Anteil wie 2008 bei 47 Prozent. Die durchschnittliche Wartezeit reduzierte sich um jeweils eine Minute auf 28 Minuten (Kasse) beziehungsweise 21 Minuten (Privat). Patienten mit akuten Beschwerden mussten im Schnitt 32 (2008: 34) Minuten auf eine Behandlung warten, Patienten ohne Beschwerden 24 (25) Minuten. Kassenpatienten mit akuten Beschwerden mussten mit durchschnittlich 33 Minuten zwar zwei Minuten weniger auf eine Behandlung warten als noch 2008, aber immer noch sechs Minuten länger als Privatpatienten mit unverändert 27 Minuten.


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