Warum eine Brille bei Problemen in der Schule helfen kann

Kinder lernen mehr als 80 Prozent über das Sehen. Doch immer noch werden bei der Mehrheit der Kinder Sehschwächen zu spät erkannt, was oftmals auch zu schlechten Schulleistungen führt.


6.1.2014 (verpd) Nach Angaben des Berufsverbandes der Augenärzte e.V. werden 60 Prozent der Sehschwächen bei Kindern zu spät erkannt. Dies ist einer der häufigsten Gründe, warum Schüler trotz Lernbereitschaft und Lernfähigkeit nicht die Schulleistungen vorweisen, zu denen sie eigentlich fähig wären. Ein Sehfehler, selbst wenn dieser im Alltag gar nicht auffällt, kann in der Schule und bei den Hausaufgaben zu Beschwerden führen. Kurzsichtige Kinder müssen sich beim Lesen von der Tafel zum Beispiel enorm anstrengen. Weitsichtige Schüler hingegen haben beim Lesen im Buch oder Heft Probleme. Beide Fehlsichtigkeiten können letztendlich schnell zu Konzentrationsproblemen und Ermüdung führen. „Eltern sollten die Sehfähigkeit ihrer Kinder genau beobachten“, so eine Sprecherin des Kuratorium Gutes Sehen e.V. (KGS), „denn schlechtes Sehen tut zwar nicht weh und bleibt deshalb häufig unentdeckt. Aber schlechtes Sehen hemmt das Kind unnötigerweise in seiner schulischen Entwicklung.“ Eine passende Sehhilfe kann den Kindern jedoch den Spaß am Lernen zurückgeben und so für bessere Schulleistungen sorgen.

Anzeichen für eine Sehschwäche

Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) rät Eltern dazu, bei ihrem Kind eine umfassende Augenuntersuchung beim Augenarzt durchführen zu lassen, wenn es eines oder mehrere der folgenden Symptome aufweist:

  • Keine Lust zu lesen
  • Keine Lust zum Malen oder Basteln
  • Lese- und Rechtschreibschwäche
  • Schnelles Ermüden beim Lesen oder beim konzentrierten Arbeiten
  • Verrutscht beim Lesen häufig in der Zeile
  • Ständiges Augenreiben
  • Häufiges Blinzeln, Zwinkern, Zukneifen eines oder beider Augen
  • Hohe Lichtempfindlichkeit
  • Dichtes Herangehen beim Lesen von Büchern, beim Fernsehschauen oder am PC
  • Kopfschiefhaltungen bei genauem Schauen
  • Gelegentliches Schielen
  • Klage über Doppeltsehen
  • Häufig auftretende Kopfschmerzen
  • Ungeschicklichkeiten, Ängstlichkeit

Nur mit Sportbrille zum Sport

Auch Sportmediziner kamen zu dem Ergebnis, dass fehlsichtige Schüler oft Schwierigkeiten haben, bestimmte Bewegungen richtig auszuführen. Dadurch kommt es auch zu einem erhöhten Verletzungsrisiko. Doch nur jedes zweite Kind, das im Alltag eine Brille hat, trägt eine entsprechende Sehhilfe auch beim Sport. Experten raten allerdings davon ab, die Alltagsbrille bei sportlichen Aktivitäten zu tragen. Denn die Verletzungsgefahr, wenn die Brille bei einem Zusammenstoß mit einem Ball oder Gegenspieler in Einzelteile zerbricht, ist hoch. Mehr als 11.000 Kinder erleiden hierzulande jährlich beim Schulsport Augenverletzungen. „Diese Zahl ließe sich deutlich senken, wenn jedes Kind beim Schulsport eine Kindersportbrille tragen würde“, so Dr. med. Dieter Schnell, Leiter des Ressorts Sportophthalmologie – eine Fachrichtung der Augenheilkunde, die speziell auf Sporttreibende gerichtet ist – im BVA. Eine spezielle Sportbrille gleicht nicht nur die Sehschwäche aus. Das Verletzungsrisiko bei einem Zusammenprall oder Sturz im Sport durch eine spezielle Sportbrille ist aufgrund deren Beschaffenheit, beispielsweise mit bruchfester Fassung, nahezu unzerbrechlichen Kunststoffgläsern, gepolsterten Nasenauflagen und einem elastischen Kopfband, sehr niedrig. Auch Kontaktlinsen können die meisten Kinder übrigens tragen.

Kostenschutz für die Eltern

Der Besuch beim Augenoptiker und Augenarzt ist normalerweise kostenlos und schafft Klarheit darüber, ob bei dem Kind eine Sehschwäche vorliegt, und wenn ja, welche Brille für den Alltag und für den Sport sinnvoll ist. Übrigens: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen für minderjährige Kinder die Kosten für Brillengläser oder Kontaktlinsen sowie für schulsporttaugliche Brillengläser, allerdings nur in der im gesetzlichen Leistungskatalog vorgegebenen Qualität und höchstens bis zu einem festgelegten Betrag. Das Brillengestell müssen die Eltern selbst zahlen. Eine entsprechende private Krankenzusatz-Versicherung bietet hier einen Kostenschutz. Je nach Vertragsvereinbarung übernimmt eine solche Police die Kosten für Brillengestelle und höherwertige Brillengläser, wie dünne und entspiegelte Kunststoffgläser, die nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind.


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