Was junge Menschen von ihrer Rente erwarten

Wie sehen 20- bis 34-Jährige angesichts des fortschreitenden demografischen Wandels ihre Zukunft? Eine im Auftrag des Familienministeriums durchgeführte Umfrage zeigt auf, welchen Stellenwert Altersvorsorge in dieser Altersgruppe hat.


12.5.2014 (verpd) Einer Umfrage des Familienministeriums zufolge rechnen 83 Prozent der 20- bis 34-Jährigen damit, im Rentenalter nur noch eine Grundrente zu erhalten. Mit Blick auf ihre Zukunft stehen vor allem die Themen Finanzen und Gesundheit im Vordergrund. Die Diskussionen über die Rente mit 67, die voraussichtlich ab dem Jahr 2030 Wirklichkeit wird, reißen nicht ab. Für die jungen Erwachsenen im Alter zwischen 20 und 34 Jahre ist aber heute schon ganz klar, dass sie in Zukunft länger arbeiten werden müssen. Dies zeigt zum Beispiel eine vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) beim Institut für Demoskopie Allensbach (Ifd) in Auftrag gegebene Studie, die sich mit den Zukunftserwartungen junger Erwachsenen im Hinblick auf den demografischen Wandel befasst. Familienministerin Manuela Schwesig hat einige Umfrageergebnisse anlässlich des 3. Berliner Demografie Forums (BDF) präsentiert. Unter anderem wurde festgestellt, dass 40 Prozent der knapp 1.100 Befragten jungen Menschen glauben, dass sie gegenüber der älteren Generation häufiger benachteiligt werden. 88 Prozent der Befragten rechnen damit, dass sie länger arbeiten müssen, bevor sie in Rente gehen können. 83 Prozent glauben zugleich, dass sie dann nur noch mit einer Grundrente rechnen können, sodass sie verstärkt privat für das eigene Alter vorsorgen müssen.

Einfluss durch den demografischen Wandel

Bei der Einschätzung der eigenen Zukunft stehen vor allem die Themen Finanzen und Gesundheit im Blickpunkt. Dass die eigene Zukunft auch von der demografischen Entwicklung beeinflusst wird, glauben nur 14 Prozent der Befragten. Die Zukunft hänge vor allem von der eigenen finanziellen Situation ab, meinen jedoch 78 Prozent der Befragten. Auf der Wunschliste für die kommenden Jahre steht ein finanziell sorgenfreies Leben ganz oben. Geld zu haben gebe ein Gefühl der Sicherheit, sind zudem 84 Prozent der Ansicht (Mehrfachnennungen waren möglich). Dass man selbst etwas für die Altersvorsorge tun muss, da die gesetzliche Rente nicht ausreichen wird, glauben 65 Prozent. 39 Prozent halten sich aber noch für zu jung, um an das Thema Altersvorsorge zu denken, und 42 Prozent gaben an, hierfür gar keinen finanziellen Spielraum zu haben. Prinzipiell gilt jedoch, je früher man mit einer privaten Altersvorsorge beginnt, desto niedriger sind die Prämien für eine ausreichende Einkommensabsicherung im Rentenalter. Wer der Ansicht ist, keinen finanziellen Spielraum für eine Vorsorge zu haben, sollte einen Experten zurate ziehen. Manche Vorsorgemöglichkeiten – beispielsweise mithilfe einer staatlichen Förderung – erschließen sich nämlich erst nach einer gründlichen Analyse.


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