Wenn nichts mehr so bleibt, wie es war

Eine aktuelle Umfrage zeigt, welche Schicksalsschläge die Bürger am meisten fürchten.


12.5.2014 (verpd) Die meisten Bundesbürger haben mindestens vor einem persönlichen Unglück Angst. Mehr als die Hälfte fürchtet sich vor schweren Erkrankungen, ein Pflegefall zu werden oder dem eigenen Tod. Fast jeder Zweite hat Angst vor einer eintretenden Invalidität. Doch nur wenige sichern sich beispielsweise für den Fall einer Berufsunfähigkeit ab – und das obwohl viele keinen gesetzlichen Einkommensschutz haben. Eine aktuelle Studie, die im Auftrag eines Versicherers durchgeführt wurde, befasste sich unter anderem mit der Frage, vor welchen biometrischen Risiken – also individuellen Gefahren, die das Leben und den Lebensunterhalt des Einzelnen betreffen – die Bürger am meisten Angst haben. Die Untersuchung basiert auf einer Befragung des Marktforschungs-Instituts Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH von 1.003 Erwachsenen zu den biometrischen Risiken Todesfall, Berufsunfähigkeit, Invalidität, schwere Krankheit, Pflegefall und Langlebigkeit. Der Studie zufolge haben 85 Prozent der Befragten große Angst vor mindestens einem Schicksalsschlag: Die meisten fürchten sich vor schweren Erkrankungen (66 Prozent), dem Pflege- (64 Prozent) sowie dem Todesfall (59 Prozent). Danach folgen die Angst vor Invalidität (46 Prozent), Altersarmut (42 Prozent) und Berufsunfähigkeit (38 Prozent).

Mehr Männer als Frauen fürchten sich vor einer Berufsunfähigkeit

Im Einzelnen zeigte sich, dass Frauen in den meisten Fällen mehr Angst vor diesen Risiken haben als Männer. Nur das Berufsunfähigkeits-Risiko wird mit 40 Prozent bei den Männern höher eingeschätzt als bei den Frauen – hier waren es 36 Prozent, die sich davor fürchteten. Die Umfrage ergab auch, dass selbst bei den Berufstätigen im Alter zwischen 30 und 59 Jahren sich nur 45 Prozent gegen das Berufsunfähigkeits-Risiko in irgendeiner Form, beispielsweise mit einer privaten Berufsunfähigkeits-Versicherung absicherten. Fälschlicherweise gehen die Befragten davon aus, dass Erkrankungen des Bewegungsapparats und Krebs eher zu einer Berufsunfähigkeit führen als der Eintritt psychischer Krankheiten. Tatsächlich belegt eine Statistik des Analysehauses Morgen & Morgen GmbH, dass fast jeder dritte Berufsunfähigkeitsfall, und damit die Mehrheit aller Fälle, durch eine psychische Erkrankung verursacht wird.

Falsche Einschätzung bei der Berufsunfähigkeits-Ursache

An zweiter Stelle der Hauptursachen liegen mit über 25 Prozent Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates. Und erst an dritter Stelle der Gründe für eine Berufsunfähigkeit folgen Krebs und andere bösartige Geschwulste. Die Studie kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass sich knapp drei Viertel der Erwerbstätigen für den Fall der Berufsunfähigkeit auf die Leistungen der gesetzlichen Sozialversicherung verlassen. Allerdings gibt es seit 2001 für alle, die nach dem 1. Januar 1961 geboren wurden, keine Rente mehr im Falle einer Berufsunfähigkeit. Zudem gilt: Nur wer aufgrund eines Leidens dauerhaft weniger als sechs Stunden am Tag irgendeiner erwerbstätig nachgehen kann und als gesetzlich Rentenversicherter bestimmte versicherungsrechtliche Voraussetzungen erfüllt, hat Anspruch auf eine sogenannte gesetzliche Erwerbsminderungsrente.

Gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist niedrig

2012 betrug die durchschnittliche Rente bei einer teilweisen Erwerbsminderung monatlich 474 Euro. Wer mindestens drei, aber weniger als sechs Stunden am Tag irgendeiner beruflichen Tätigkeit nachgehen kann, hat Anspruch auf eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung – vorausgesetzt die versicherungs-rechtlichen Anforderungen werden erfüllt. Die durchschnittliche Rentenhöhe bei einer vollen Erwerbsminderung, also für jemanden, der weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann, betrug 717 Euro im Monat. Da viele keine gesetzliche Absicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit haben, unter anderem weil sie nach dem 1. Januar 1961 geboren wurden, und auch die gesetzliche Einkommensabsicherung bei einer Erwerbsminderung in der Regel nicht ausreicht, ist eine private Absicherung wichtig. Eine Lösung bietet hierzu die private Berufs- und/oder Erwerbsunfähigkeits-Versicherung.

Biometrische Risiken sinnvoll absichern

Auch für die anderen biometrischen Risiken, wie Todesfall, Invalidität, schwere Krankheit, Pflegefall und Langlebigkeit, bietet die Versicherungswirtschaft diverse Absicherungslösungen an. Eine Lebensversicherung ermöglicht beispielsweise einen finanziellen Hinterbliebenenschutz und eine Pflegezusatz-Versicherung eine Kostenabsicherung im Pflegefall. Eine Rentenversicherung kann zudem die Einkommenslücke zwischen der gesetzlichen Rente und dem benötigten Einkommen schließen.


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