Zahl der Verkehrsunfälle deutlich gestiegen

Im letzten Jahr, dem unfallreichsten seit elf Jahren, ereignete sich alle 13 Sekunden ein Unfall, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.


15.8.2011 (verpd) Die Zahl der polizeilich erfassten Verkehrsunfälle hat sich im vergangenen Jahr zwar um 4,2 Prozent auf rund 2,41 Millionen auf den höchsten Stand seit elf Jahren erhöht. Gleichzeitig sank aber die Zahl der Verletzten um 6,7 Prozent auf 374.800 und die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle um zwölf Prozent auf 3.648. Der Präsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis), Roderich Egeler, führte die vermehrten Blechschäden auf besondere Witterungsbedingungen im Winter zurück. Zwar gebe es mehr Unfälle, da sich die Menschen bei Eis und Schnee jedoch vorsichtiger bewegten, seien auch weniger Personenschäden zu verzeichnen. Dennoch dürften die Bemühungen, die Verkehrssicherheit auf den deutschen Straßen zu erhöhen, nicht nachlassen, so Egeler. Er wies diesbezüglich darauf hin, dass 2010 alle 90 Sekunden ein Mensch bei einem Verkehrsunfall verletzt und alle zwei Stunden einer im Straßenverkehr zu Tode gekommen sei. Erfreulicherweise gab es in 2010 verglichen mit den letzten 60 Jahren die geringste Zahl an Verkehrstoten. Die schlechteste Bilanz stammt aus dem Jahr 1970 mit 21.332 Todesopfern im Straßenverkehr. Und auch gemessen im Vergleich der 27 Staaten der Europäischen Union (2010 durchschnittlich 61 Verkehrstote auf eine Million Einwohner) schneidet Deutschland mit 45 und Rang fünf vergleichsweise gut ab. Den besten Wert erreichte Schweden mit nur 28 Verkehrstoten je eine Million Einwohner. Griechenland (112) und Rumänien (111) bildeten die Schlusslichter. Die EU-Kommission strebt bis 2020 eine Halbierung der Verkehrstoten an.

Überhöhte Geschwindigkeit führt zu den meisten Unfällen

Die schlimmsten Unfallfolgen mit den meisten Getöteten gab es nach Angaben von Egeler bei Unfällen, bei denen die Polizei bei mindestens einem beteiligten Fahrzeugführer eine nicht angepasste Geschwindigkeit feststellte. Wegen überhöhter Geschwindigkeit kamen insgesamt 1.441 Menschen ums Leben; das waren 40 Prozent aller Verkehrstoten des vergangenen Jahres. Folgenreich sind auch Verkehrsunfälle, bei denen bei einem Verkehrsteilnehmer Alkoholkonsum festgestellt wurde. Je 1.000 Unfälle mit Personenschaden errechnet Destatis eine Quote von 21 Toten. Insgesamt wurden 342 Menschen bei Alkoholunfällen getötet. Besonders häufig fielen bei Unfällen durch Alkoholeinfluss junge Fahrer auf. Das mit der Führerschein-Probezeit eingeführte Alkoholverbot zeige allerdings positive Wirkung, betonte der Destatis-Präsident.

Jeder zweite getötete Radfahrer und Fußgänger im Rentenalter

Ältere Menschen haben zwar im Straßenverkehr weniger häufig einen Unfall, die Unfallfolgen wiegen aber umso schwerer. So waren 8,9 Prozent der bei Straßenverkehrsunfällen verletzten Pkw-Insassen mindesten 65 Jahre alt, aber 21 Prozent der dabei auch getöteten. Und der Anteil der Senioren an allen Personen, die auf dem Fahrrad verletzt wurden, betrug 16 Prozent. Jedoch waren 52 Prozent von allen getöteten Fahrradfahrern 65 Jahre und älter, wie Egeler weiter ausführte. Waren 20 Prozent der verletzten Fußgänger ältere Menschen, so waren es bei den getöteten 48 Prozent.

Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle mit Kindern deutlich höher

Erstmals seit 2005 kamen im vergangenen Jahr wieder mehr Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr ums Leben. Die Zahl der getöteten Kinder stieg um 16 Prozent beziehungsweise um 14 auf insgesamt 104 Kinder. Besonders negativ haben sich die Todesfälle von Kindern, die als Pkw-Insassen verunglücken, entwickelt. 49 Kinder sind 2010 so ums Leben gekommen; ein Anstieg um 32 Prozent. Besonders die Kleinkinder und Babys waren betroffen. 35 der im Pkw ums Leben gekommenen Kinder waren unter zehn Jahre alt; die Anzahl stieg gegenüber dem Vorjahr um zwei Drittel. Ein Lichtblick: Die Zahl der tödlichen Fahrradunfälle von Kindern ging um 17 Prozent zurück.

Lücken im gesetzlichen Unfallschutz

Nicht immer ist es möglich einen Unfall zu verhindern. Dennoch sollten wenigstens die finanziellen Folgen abgesichert werden. Der gesetzliche Versicherungsschutz reicht hier nicht aus, da Arbeitnehmer überwiegend nur bei Arbeitsunfällen beziehungsweise bei Unfällen auf dem Weg von und zur Arbeitsstelle innerhalb Deutschlands Versicherungsschutz haben. Schüler und Kindergartenkinder sind nur auf dem Weg von und zur Schule oder zum Kindergarten und während des Besuchs dort versichert. In der Freizeit besteht für gesetzlich Versicherte kein Versicherungsschutz. Selbstständige, Hausfrauen und Kleinkinder sind in der Regel gar nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert. In einer privaten Unfallversicherung ist hingegen fast jeder versicherbar. Zudem leistet sie darüber hinaus meist weltweit und rund um die Uhr, also sowohl bei Unfällen im Beruf als auch in der Freizeit.

Beste Absicherung

Im Gegensatz zur gesetzlichen, kann die Versicherungsleistung bei der privaten Unfallversicherung auf den Bedarf des Einzelnen abgestimmt werden. Mit einer vorher individuell vereinbarten Kapitalsumme im Invaliditätsfall lassen sich beispielsweise zusätzliche Aufwendungen für eine behindertengerechte Wohnung auffangen. Auch andere Absicherungs-Möglichkeiten der privaten Versicherungswirtschaft wie eine Invaliditätsversicherung für Kinder, Krankentagegeld- und Berufsunfähigkeits-Versicherung für Berufstätige und eine Risikolebens-Versicherung für Eltern könnten sinnvoll sein. Eine umfassende Beratung bei einem Versicherungsvermittler hilft den individuell notwendigen Schutz zu finden.


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